: Nina Onawa
: Dialogisches Lernen: Lesen und Schreiben Ideen-Pool bei LRS für Eltern und Kind
: Books on Demand
: 9783754336274
: 1
: CHF 11.50
:
: Grundschule
: German
: 84
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dialogisch s Lernen: Lesen und Schreiben - Ideen-Pool bei LRS für Eltern und Kind Diverse Ideen aus dem Alltag der Autorin als Schulbegleiterin und LRS-Kursleiterin sind während der Beobachtung an Kindern mit besonderen kognitiven Problemen entstanden. Über LRS und rund um's Lesen, Schreiben und Sprechstörungen gibt es bereits reichlich Literatur, so dass dieses Buch ergänzende Erfahrungen der Autorin darstellen. Darin spiegelt sich ebenso ihr persönliches Interesse an der Sprachentwicklung aufgrund ihrer mutistischen Züge wider. So hat sie sich immer wieder damit befasst, wieso ihr das richtige Schreiben als Kind leicht fiel. Jedoch sind diese Ideen keine Allheilmittel und stellen nur eine Anregung dar: Ein Pool mit Ideen, die vor allem Eltern mit ihrem Kind gemeinsam schnell und einfach durchführen können. Es sollten schulische Erfahrungen aus der 1. bis 2. Schulklasse vorhanden sein. Grammatikalische Regeln werden hier nicht bearbeitet. Die Erreichung einer unbewussten, routinierten Aufmerksamkeit auf Schrift ist das Ziel. Freie Ressourcen können dann für Denkprozesse über die Grammatik parallel mitlaufen. Finden Sie in diesem Buch wirklich keinerlei Ideen, so fallen Ihnen dadurch aber womöglich eigene Ideen ein. Alles, was Ihnen und Ihrem Kind gemeinsam Spaß macht, verbindet Sie beide. Es ist keine vergeudete Zeit, da sie angenehmer als Diskussionen oder Streit erlebt wird.

Nina Onawa, Jahrgang 1967, ist in Hannover geboren. Sie schloss zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau in einer Hypotheken-bank ab. Es folgten Weiterbildungen zur Bankfachwirtin und EDV-Kauffrau mit anschließender Programmiertätigkeit in einem Rechenzentrum für Sparkassen. Nach der Geburt des ersten Kindes wuchs das Interesse für die Lern-Entwicklung von Kindern und an Wahrnehmungsprozessen. 2002 absolvierte sie die Ausbildung zur Sozialassistentin und ihre Familie nahm Pflegekinder auf. Ab 2008 arbeitete Nina Onawa nach Abschluss der Ausbildung zur Ergotherapeutin als Schulbegleitung von autistischen und ADHS-Kindern. Weiterhin führte sie nebenberuflich Kurse im Kindergarten zur Sprechförderung und Aufmerksamkeit sowie LRS-Hilfe durch. 2014 schloss sie ein Studium in B. Sc. Psychologie zum Thema"Lerntheorien" ab. 2016 hat sie die Ausbildung zur Steuerfachangestellten zweijährig mit guten bis sehr guten Noten abgeschlossen. Seit Juli 2018 hat sie die Erlaubnis als Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie tätig sein zu dürfen.

Entwicklung: Lesen und Schreiben


Allgemein

Wolf (2009):

Das Alphabet brauchte ca. 2000 Jahre, bis es ausgereift mit heute vergleichbar ist. Das müssen unsere Kinder heute in 7 Jahren (über 2000 Tage) schaffen. Schrift und Lesen müssen erlernt werden, während Sprache von Natur aus (angeboren) möglich ist.

Objekt-Konstanz: Wiedererkennung von Buchstaben; es ist derselbe trotz

  • unterschiedlicher Lehrer-Schriften: erwachsen, unleserlich
  • unterschiedlicher Schriftarten: Mitschüler, Eltern, Medien wie Buch, Zeitung, Internet, Handy; überall zeigen sich andere Schriftarten
  • Druckschrift (lesen im Buch), die in Schreibschrift umkodiert anzuwenden ist.

Der Mensch kann sich trotz Lücken und anderer Formen/Arten das Objekt (Wort) erschließen (Gestaltpsychologie).

Lese-Prozess

Wurde das lautlose Lesen nur mit den Augen von Mönchen eingeführt?

Denn früher, wie im alten Rom, lasen die Menschen eher laut vor sich hin. Die Mönche gewöhnten es sich ab, um nicht die Stille des Klosters zu durchbrechen. (Breuers, 1994, S. 99).

Nach Marx (2007):

  1. Buchstaben erkennen (visueller Reiz)
  2. Erkannte Buchstaben den Lauten (auditive Idee) rasch zuordnen (verknüpfen).
  3. Bereits ermittelte Laute müssen sich gemerkt werden (Bereithaltung im Arbeitsspeicher). Erst, wenn alle Laute erlesen sind, kann das Wort erkannt werden. So ist eine richtige Aussprache oft erst möglich, nachdem man alle Buchstaben lautiert hat und einem das Wort bekannt ist. Man beginnt mit einem Dehnlesen: E - n - t - e. Generell klingen Laute innerhalb eines Wortes anders als bei isolierter Aussprache. „Ente“ wird nach dem Erkennen eher als „Änte“ gesprochen. Für Zuhörer könnte das Zuhören unangenehm sein, vor allem wenn sie über ein anderes Tempo verfügen und das langsame Lesen die Merkfähigkeit reduziert.
  4. Ein Verstehen des Kontextes fällt nur durch mündliches oder schriftliches Rückfragen auf.

Fuchs, Jansen& Streit (2007):

Beim Lesen nimmt der erfahrene Leser mehr Buchstaben scharf wahr als der Anfänger. Außerdem kann er mehr Buchstaben unbewusst erfassen. Ohne diese Automatisierung könnten wir weder lesen noch schreiben. Es entsteht ein Gefühl von Leichtigkeit ohne willentliche Anstrengung und ein Gefühl von Erfolg unter eigener Kontrolle. Aufmerksamkeitsprozesse werden nicht gebraucht. Dennoch ist man fehlerfrei. Anfänger dagegen sind langsam, machen häufig Fehler und können noch nicht den Sinn entnehmen.

Wolf (2009):

Je flüssiger gelesen werden kann, umso mehr Zeit bleibt für Schlussfolgerungen und Erkenntnisse.

Montada, Leo und Oerter, Rolf (1998, S. 288-289):

Das Training des Lesens von Texten beinhaltet neben dem Wissenserwerb und der Performanzkomponente die fortschreitende Automatisierung und damit Beschleunigung von Informationsprozessen … Der Erwerb der Kompetenz des Lesens beinhaltet einen qualitativen Sprung in den Kompo