: George Cebadal
: Harry Potter und der Freimaurer-Code. Eine Annäherung über Mozarts Zauberflöte und Platons Phaidon
: Books on Demand
: 9783753414997
: 1
: CHF 5.30
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: Sprach- und Literaturwissenschaft
: German
: 108
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
J.K. Rowling, die Greek and Roman Studies studiert hat, orientierte sich bei der"Harry Potter"-Reihe an Platons"Phaidon" und an einer Freimaurerei, die sich in einer Tradition mit den antiken Mysterienkulten und den Weisheitslehren aller Völker sah. Zu den Vertretern dieser Art von Freimaurerei gehört bspw. Albert Pike, der Platon als"the greatest of human Revealers" hervorgehoben hat. Allerdings findet sich diese Art von Freimaurerei ebenfalls in Goethes"Faust" und Mozarts"Zauberflöte" wieder, diesen beiden bis heute höchst populären deutschen Bühnenwerken. Rowling bezieht sich im ersten Band"Harry Potter and the Philosopher's Stone" sogar mit einer deutlichen Anspielung auf Mozarts"Zauberflöte" , indem Harry mit einer Flöte besänftigend auf das Gemüt des dreiköpfigen Wachhundes Fluffy wirkt: Wie in Mozarts"Zauberflöte" ("Weil, holde Flöte, durch dein Spielen / Selbst wilde Thiere Freude fühlen.") ist die Lyra des Orpheusmotivs durch eine Flöte ersetzt worden. Dabei steht diese Anspielung in einem größeren Kontext, der sich auf die Einweihungsmysterien bezieht. Anhand von konkreten Bezügen (u. a. Mozarts Einweihung in die Freimaurerei beschrieben in der"Historischen Zeitschrift";"Die Zauberflöte"), KONKRETEN Darstellungen von Freimaurern (u. a. Pike; Mackey;"Internationales Freimaurer-Lexikon"; Wiener"Journal für Freymaurer") und konkreten antiken Quellen (u. a. Platon; Plutarch; Apuleius) sollen die Inhalte im Geiste von Freimaurerei, Mysterieneinweihung und Mysterienphilosophie hinter der Kinder- und Jungendbuchreihe"Harry Potter" mit diesem Beitrag nachvollziehbar werden.

George Cebadal, Autor, Spezialgebiet"Mysterienk ltur".

I. EIN ERSTER ANNÄHERUNGSSCHRITT ÜBER MOZARTS „ZAUBERFLÖTE“


1. MOZARTS „ZAUBERFLÖTE“ ALS VORBILD FÜR GOETHES „FAUST“ UND ROWLINGS „HARRY POTTER“

In der vielleicht einfach anmutenden Zauberwelt von Rowlings „Harry Potter“ verbirgt sich ein Sinn, der schon in Mozarts „Zauberflöte“ so verborgen wie vorbildhaft wirkte, dass Goethe sich für seine „Faust“-Dichtung (genauer den „Helena“-Akt) gewünscht hatte:

Wenn es nur so ist, daß die Menge der Zuschauer Freude an der Erscheinung hat; dem Eingeweihten wird zugleich der höhere Sinn nicht entgehen, wie es ja auch bei der „Zauberflöte“ und andern Dingen der Fall ist.2

Bei Rowling ist die „Zauberflöte“ als Vorbild sogar recht direkt im ersten Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ wiederzuerkennen: Dort wird man zunächst darauf aufmerksam gemacht, dass der Besitzer