6. Juni, 8:48 Uhr
Lynn Simmons sah von ihrem Klemmbrett auf und beobachtete durch eine der großen Glastüren das Treiben auf der Straße.
Der Verkehr war zu dieser Tageszeit bereits so dicht, dass es auf einigen der Straßen zu beträchtlichen Smogentwicklungen und nach Abgasen und Benzin stinkender Luft kam.
Bislang war sie immer froh gewesen, dass sie mit dem Zug ihre Arbeitsstelle erreichen konnte, ehe die große Blechlawine sich durch die Straßen der Hauptstadt wälzte, was stets von einer gewaltigen Kakophonie aus Autohupen und röhrenden Motoren begleitete wurde. Sie sah sich um.
Nur an diesem Tag war alles anders. Gerade heute hätte sie nichts dagegen gehabt, wenn es ein Problem mit dem Zug oder mit den Gleisanlagen gegeben hätte.
Sie folgte mit den Blicken einem etwas dicklichen Cop, der gerade dabei war, den Eingangsbereich vor ihr mit gelbem Absperrband gegen ungebetene Besucher zu sichern.
Unsicher raschelte sie mit ein paar Papieren hinter dem Empfangstresen herum. Der Mann sollte nicht denken, sie hätte nichts Besseres zu tun als ihn wie eine neugierige Ziege zu beobachten. Auch wenn heute alles andere als ein normaler Arbeitstag war.
Bereits kurz nachdem sie am Morgen im Gebäude eingetroffen war, hatten mehrere Polizisten die Lobby durc