: Stefanie Willers
: Das Partyschiff
: Literaturprojekte
: 9783948464066
: 1
: CHF 8.80
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 300
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Tina entflieht ihren Eltern in Deutschland und pilgert nach Amsterdam, wo sie Henk van Mechelen sofort auffällt. Dessen Partyschiff und sein Club direkt an der Gracht sind Publikumsmagnete. Doch in den Hinterzimmern und unter Deck geht es verrucht zu und stellt 'Shades of grey' in den Schatten. Währenddessen wehren sich Christine und Sergio erfolgreich gegen einen Killer. Doch was haben die beiden mit Tina und Henk zu tun? Und wer wird am Ende auf der Strecke bleiben? Anmerkung der Verfasserin: Das Buch ist weder ein Porno noch ein simpler Liebesroman. Es beinhaltet neben BDSM-Anteilen auch eine spannende und faszinierende Story aus dem Drogenmilieu in Amsterdam. Ein wenig Verwirrung ist Absicht, denn es gilt das Ratespiel, wer nun wer ist, zu genießen, welches sich ganz langsam auflöst und eine Überraschung bereithält. Das Buch ist also nichts für Liebhaber simpler Abläufe, sondern zeigt sich durchaus kompliziert und herausfordernd für anspruchsvolle Leser.

Stefanie Willers ist eine erfolgreiche Romanautorin, die in Niedersachsen lebt und alleinerziehende Mutter von Zwillingen ist. Seit 2020 veröffentlicht Stefanie Willers ihre spannungsgeladenen und leidenschaftlichen Romane. Ihr Werk umfasst die Genres Erotik, Erotik-Thriller sowie politische Dramen mit erotischem Touch. Charakteristisch für die Romane von Stefanie Willers sind: - Emotional tiefe Charaktere: Sie zeichnet psychologisch vielschichtige Figuren, deren innere Konflikte und leidenschaftliche Beziehungen im Mittelpunkt der Erzählung stehen. - Faszinierende Zeitepochen: Die Romane sind bekannt für ihre detaillierten und lebendigen Beschreibungen der jeweiligen historischen oder zeitlichen Epochen, in denen die Handlung angesiedelt ist. - Eigenständige Geschichten: Jeder Roman ist ein in sich geschlossenes Werk und kann unabhängig von ihren anderen Titeln gelesen werden. Stefanie Willers entführt ihre Leserinnen und Leser in fesselnde Welten, in denen prickelnde Spannung, psychologische Tiefe und leidenschaftliche Begegnungen untrennbar miteinander verbunden sind.

1. Frühling


 

Frühling! Wie liebte Henk van Mechelen diese Zeit! Endlich waren wieder Möpse und Ärsche zu sehen. Hinweg mit der dicken Winterkleidung, her mit den eng anliegenden Jeans, den freiherzigen Blusen und frechen Miniröcken.

Der Anblick der zahlreichen Hausboote in den Amsterdamer Grachten, auf denen es in unzähligen Blumenkästen gerade anfing zu blühen und zu grünen, war für die Touristen. Henk interessierten nur die Frauen. Wann immer er auf seinen Spaziergängen wie dem heute steife Nippel sah, die sich durch den dünnen Stoff der luftigen Blusen deutlich abzeichneten, stellte er sich vor, wie die Frühlingsgeilheit die Frauen willig machte. Er malte sich aus, wie sie gefügig taten, was und wie er es wollte. Und augenblicklich kamen auch in seiner Hose die Frühlingsgefühle hoch.

Auch in dieser Saison, 1994, die mit einem wunderbar sonnigen April begann, entdeckten seine Augen wieder ein lohnenswertes Ziel. Entschlossen überquerte Henk die schmale Straße. Eine der Damen, die er dort auf der anderen Seite sah, kannte er, den süßen Engel daneben aber nicht – noch nicht. Schwungvoll setzte er sich auf einen freien Stuhl zu den beiden jungen Frauen an den Bistro-Tisch, der wie die anderen des kleinen Cafés im Licht der warmen Frühlingssonne stand.

»Hallo ihr Schönen! Habt ihr Lust auf eine Party?«, fragte er ohne Umschweife und charmant lächelnd in die Runde.

»Hi Henk«, begrüßte ihn Birgit im Gegenzug auf Deutsch und strich sich eine Strähne ihrer langen, tiefschwarz gefärbten Haare aus dem schmalen Gesicht. Henk hatte den Eindruck, dass sie gleichzeitig erfreut war, ihn wiederzusehen, und doch sehr reserviert wirkte. Letztes Jahr war sie den Sommer über seine Geliebte gewesen und hatte als Gelegenheitsstripperin in seinem Club gearbeitet, bis sie im Herbst wieder zurück in ihre Heimatstadt gefahren war. Wie bei dem ersten Treffen letztes Jahr trug sie einen kurzen, schwarzen Sommer-Minirock, der kaum das Höschen bedeckte, und eine tief ausgeschnittene, sommerlich-bunte Bluse, die ihre großen strammen Brüste gut zur Geltung brachte. Aber diese hatte er schon in der Hand gehabt und Birgit einige Monate im Bett. Jetzt war sie für ihn nichts Neues mehr. Doch mit ihr am Tisch saß eine junge Frau mit schulterlangem, blondem Haar. Dass Birgit ihm auf Deutsch geantwortet hatte, nahm er als Hinweis, dass ihre attraktive Begleiterin ebenfalls Deutsche war.

»Wer ist denn deine Freundin?«, fragte er Birgit, jetzt auch in ihrer Sprache, und lächelte gleich darauf die unbekannte Schönheit an. Ihm gefiel die Stupsnase und wie darum herum ein paar Sommersprossen ihr herzförmiges Gesicht verzierten.Niedlich! So jung und wundervoll unverbraucht.

»Das ist Tina. Wir sind beide gerade in Amsterdam angekommen«, stellte Birgit ihre Begleiterin vor. Gleich darauf meinte sie: »Tina, das ist Henk van Mechelen. Ich hatte dir von ihm erzählt.«

»Hi Tina. Nenn mich einfach Henk. Es freut mich, dich kennenzulernen.«

Die junge Frau faszinierte ihn auf Anhieb. Klar, die schlanken Beine, die eng sitzenden Hotpants und das helle Tanktop, das den Bauchnabel frei ließ und sich an die kleinen Brüste schmiegte, brachten seinen Schwanz dazu, begierig zu zucken. Aber da war mehr. Sie unterschied sich von den anderen Ausreißerinnen, die hier in der Stadt ankamen und dann als Bistrobedienung, Stripperin wie Birgit oder Straßennutte endeten. Die hier war definitiv anders. Ihre Augen strahlten, aber gleichzeitig schien sie die Welt nicht wirklich zu sehen. Es bedurfte sicherlich mehr als die übliche Verführungskunst, um sie zu erobern und ins Bett zu bekommen. Eine verlockende Herausforderung, die Henk sogleich in Angriff nahm! Er berührte ihre Hand und führte sie in einer übertriebenen Geste für einen gehauchten Handkuss an seine Lippen. Ein zarter Duft stieg ihm in die Nase. Aufregend und verheißungsvoll. Henk räusperte sich. Voller Vorfreude ließ ihn dieser Duft an eine tropfnasse Möse und weit gespreizte Schenkel denken.

»Hey, willst du sie ewig festhalten?«, unterbrach Birgit seinen Tagtraum in einem genervten Tonfall. Sie ahnte wohl, dass sie neben ihrer Freundin bei ih