: Fine Joseph
: Ich pass auf dich auf
: Books on Demand
: 9783757893156
: 1
: CHF 7.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 286
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Seit ihrer Geburt wächst Debby in dem großen Haus im Wald am Rande von Chipperham auf, zusammen mit ihren Eltern, zwei Brüdern und ihren Großeltern. Als sie sechzehn ist, verschwindet ihr kleiner Bruder Luis von einem Tag auf den anderen spurlos. Erst am Abend taucht das erste Lebenszeichen von ihm wieder auf - seine Jacke, die auf dem Bett ihres großen Bruders liegt, blutverschmiert. Trotz verzweifelter Suche wird Luis nie gefunden und die Familie geht zerstritten getrennte Wege. Nun, nach mehr als zwölf Jahren, kehrt Debby zurück, da ihr das Haus nach dem Tod ihrer Mutter vererbt wurde. Der Wald liegt noch immer so still und verlassen da, wie Debby ihn in Erinnerung hat - doch ist sie wirklich alleine? Sie könnte schwören, nachts Schritte auf den knarzenden Dielen zu hören. Schritte von jemandem, den sie jahrelang tot geglaubt hat...

Fine Joseph wurde am 18.01.2001 in Langenhagen unter dem Namen Josefine geboren und ist in der Nähe von Hannover aufgewachsen. Schon als kleines Mädchen lag ihre größte Leidenschaft im Lesen und Schreiben. Von 2017 bis 2019 absolvierte sie eine Ausbildung zur Gestaltungsstechnischen Assistentin, bevor sie ein eineinhalbjähriges Studium im Schwerpunkt Kreatives Schreiben abschloss. 2022 veröffentlichte sie ihr Thriller-Debüt Die letzte Suche des Nicolas Corbyn.

Kapitel 1

„In den nächsten Tagen erwartet uns ein Wetterspektakel, wie England es selten erlebt hat. Diesmal heißt es nicht, holt die Gummistiefel und Regenschirme raus. Nein, diesmal raten wir allen Bürgerinnen und Bürgern, das Haus besonders in der Nacht nicht zu verlassen.

Nicht nur London wird das Unwetter schwer treffen, sondern auch die umliegenden Gemeinschaften, deswegen halten Sie sich an die Ratschläge und bleiben Sie drinnen.“

Die Stimme des Moderators erinnerte mich an meinen alten Lehrer. Auch er hatte sie nach jedem Satz geradezu warnend erhoben und dann spielerisch mit dem Finger gedroht. Auch, wenn er seine Strenge meistens nur vortäuschte und doch ein gutmütiges Herz besaß, so habee ich als kleines Mädchen Angst vor ihm gehabt.

Seufzend drehte ich an den Knöpfen meines Autoradios, um nach einem Sender zu suchen, der nicht pausenlos vor dem schweren Gewitter warnte, das anscheinend auf England zurollte. Noch sah es für mich ganz und gar nicht nach einem Unwetter aus.

Der Himmel war zwar mit einigen grauen Wolken überzogen und ab und zu bogen sich die Bäume links und rechts neben der Fahrbahn im Wind, doch von einem Sturm konnte nicht die Rede sein. Geschweige denn von einem Unwetter.

Endlich fand ich einen Sender nach meinem Geschmack und dreh