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Ich
Das Auge ist kein Tor zur Welt,
es ist nur ein Schlüsselloch.
Tagebücher des jungen Valandar
Band 1, Kapitel 1
Der Grünling lachte. Dabei warf er den Kopf weit in den Nacken und hielt sich den runden Bauch, welcher vor Freude auf und nieder hüpfte, mit beiden Händen. Die grüne Haut des Wesens spannte sich straff und glänzend über diesem Bauch, so dass dieser aussah, wie ein praller, aufgesetzter Luftballon, der die roten Hosenträger einer kurzen, braunen Lederhose weit auseinanderdrückte.
Bis auf diese Lederhose war der Grünling nackt. Ein langer Schwanz wedelte um ihn herum, als hätte er seinen eigenen Willen. Es sah so aus, als versuche dieser Schwanz mit dem langhaarigen Fellbüschel seiner Spitze, die Umgebung von unsichtbarem Staub zu befreien.
Die Füße des Grünlings waren fast menschlich, nur überdurchschnittlich groß, und ebenso wie an seinen Fingern wuchsen an den Enden der Zehen gelblich braune Nägel. Wahrscheinlich mussten seine Füße auch diese außerordentliche Größe haben, um den immensen Bauch auszugleichen, durch dessen Gewicht das Wesen sonst ziemlich sicher vorne übergekippt wäre.
Der Grünling stand auf dem Blatt eines großen Ahornbaumes, und dieses Blatt schaukelte gemeinsam mit dem Bauch im Rhythmus seines Lachens. Grund der Freude war ein Tautropfen, oder vielmehr das verzerrte Bild der Grimasse des Grünlings, welche sich in dem Tautropfen spiegelte.
Als sich der Grünling wieder beruhigt hatte, postierte er sich erneut vor dem Tropfen. Dabei machte er einen Schmollmund, stemmte die Hände in die Seiten und schob seine H