Erwachsenwerden
Die nächsten Wochen waren geprägt von viel Arbeit auf dem Hof, um alles für den nahenden Winter vorzubereiten. Dann endlich, es war Spätherbst, rief Karl Johann zu sich.
»So, lass uns jetzt noch vor dem Winter Holzkohle machen. Dann kannst du die Schmiede den ganzen Winter über betreiben.«
In freudiger Erwartung gingen Karl, Alexander und Johann hinter die Scheune und auf Anweisung Karls hoben die beiden Halbwüchsigen ein großes Loch aus, etwa einen Meter tief, und lagerten den Aushub säuberlich am Rand der Grube.
»So, nun schichtet das Holz aus der Scheune fein säuberlich in der Grube auf und lasst einen Rand von etwa einem halben Meter zu allen Seiten«, war die nächste Anweisung von Karl.
Als alles fertig war, brachte Karl frisch geschnittene Kiefernzweige und zeigte den Buben, wie diese sehr dicht über das Holz zu legen und zu stapeln waren. Als wiederum dieses geschafft war, wurde der Aushub um den großen Stapel Holz, der mit frischen Kiefernzweigen eingepackt war, geschichtet, sodass am Ende unten ein kleines Loch freiblieb, über dem mittels kleinerem dürren Reisigs ein Feuer entzündet werden konnte, und oben an der Spitze des nun entstandenen Hügels blieb ebenfalls ein suppentellergroßer Bereich frei, aus dem der Rauch abziehen konnte. Karl betrachtete nochmals alles und schien zufrieden zu sein.
»So, nun zünden wir das Feuer unten an, verschließen noch ein wenig die untere Öffnung und dann heißt es warten. Nach etwa zwei Tagen können wir dann die Öffnungen ganz verschließen, sodass das Feuer völlig erstickt wird, und einige Stunden später können wir die Erde abtragen und sollten darunter reine Holzkohle vorfinden, die wir danach in die Schmiede schaffen könne