: Michael Reisinger
: Das zweite Protokoll Wie alles begann
: TWENTYSIX
: 9783740703790
: 1
: CHF 7.00
:
: Science Fiction
: German
: 424
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Zu Beginn des 22. Jahrhunderts ist die Welt ein Trümmerfeld. Ein weltumspannender Dritter Weltkrieg hat Milliarden an Menschenleben gefordert und Leid und Zerstörung über den Erdball gebracht. Nach dessen Ende und noch unter dem Eindruck des Krieges wurden moderne Maschinen und Waffen geächtet und zum Schutz der Länder stehen nun einzig Schwert, Schild und Bogen zur Verfügung. In der Zeit nach diesen Regelungen des »Zweiten Protokolls« wächst Johann auf einem Bauernhof auf. Anders als sein Bruder entwickelt sich der Junge aber nicht zum Nachfolger seines Stiefvaters, sondern fühlt früh, dass er zum Krieger berufen ist, wie sein leiblicher Vater es war. Er trainiert seine ganze Jugend nach Vorlagen aus seinen Büchern und schon bald stellen sich erste Erfolge seiner Beharrlichkeit ein. Als er erwachsen ist, macht er schnell Karriere beim Militär. Doch wird das"Zweite Protokoll" Bestand haben? Und kann er die Herausforderungen meistern, die sich ihm nicht nur im Kampf, sondern auch in der Liebe stellen?

Michael Reisinger wurde am 9.2.1961 in München geboren. Er verlebte dort seine Schulzeit, leistete seinen Wehrdienst ab und studierte Finanzwissenschaften sowie Informatik. Sein ganzes Leben lang reifte die Sehnsucht, Romane zu schreiben, aber lange Jahre ließen ein sehr bewegtes Familienleben sowie eine gut 37-jährige Tätigkeit in der IT, zumeist als Führungskraft allerdings keine Zeit hierfür zu. Ab Ende 2016 allerdings ist er dieser Sehnsucht erlegen und hat sie in die Tat umgesetzt. Herausgekommen sind bislang bereits 5 Romane und weitere werden folgen. Siehe auch Michael Reisingers Autorenwebsite.

Erwachsenwerden

Die nächsten Wochen waren geprägt von viel Arbeit auf dem Hof, um alles für den nahenden Winter vorzubereiten. Dann endlich, es war Spätherbst, rief Karl Johann zu sich.

»So, lass uns jetzt noch vor dem Winter Holzkohle machen. Dann kannst du die Schmiede den ganzen Winter über betreiben.«

In freudiger Erwartung gingen Karl, Alexander und Johann hinter die Scheune und auf Anweisung Karls hoben die beiden Halbwüchsigen ein großes Loch aus, etwa einen Meter tief, und lagerten den Aushub säuberlich am Rand der Grube.

»So, nun schichtet das Holz aus der Scheune fein säuberlich in der Grube auf und lasst einen Rand von etwa einem halben Meter zu allen Seiten«, war die nächste Anweisung von Karl.

Als alles fertig war, brachte Karl frisch geschnittene Kiefernzweige und zeigte den Buben, wie diese sehr dicht über das Holz zu legen und zu stapeln waren. Als wiederum dieses geschafft war, wurde der Aushub um den großen Stapel Holz, der mit frischen Kiefernzweigen eingepackt war, geschichtet, sodass am Ende unten ein kleines Loch freiblieb, über dem mittels kleinerem dürren Reisigs ein Feuer entzündet werden konnte, und oben an der Spitze des nun entstandenen Hügels blieb ebenfalls ein suppentellergroßer Bereich frei, aus dem der Rauch abziehen konnte. Karl betrachtete nochmals alles und schien zufrieden zu sein.

»So, nun zünden wir das Feuer unten an, verschließen noch ein wenig die untere Öffnung und dann heißt es warten. Nach etwa zwei Tagen können wir dann die Öffnungen ganz verschließen, sodass das Feuer völlig erstickt wird, und einige Stunden später können wir die Erde abtragen und sollten darunter reine Holzkohle vorfinden, die wir danach in die Schmiede schaffen könne