: Konrad Gladius
: Wing Chun Girl Faustgesang im Frühling
: TWENTYSIX
: 9783740704490
: 1
: CHF 3.50
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 360
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Nordlicht Hannah Liebig ist auf dem Weg 17 zu werden, als ihr alleinerziehender Vater mit ihr aus Bremen nach Bayern umzieht. Hätte das nicht schon genug Probleme für die bewegungstalentierte Turnerin parat, verguckt sie sich ausgerechnet in den schlimmsten Schläger ihrer neuen Schule. Als er ein"Nein" nicht als solches akzeptieren will, wird es für Hannah gefährlich und weder ihr Vater noch die Polizei können ihr helfen. Da zeigt sich ein rettender Engel. Eine katholische Nonne und Meisterin der Kampfkunst akzeptiert Hannah als ihre Schülerin. Jetzt muss das Mädchen die Selbstverteidigungskunst des Wing Chun Kuen in kürzester Zeit erlernen, um sich einem scheinbar übermächtigen Gegner zu stellen. Neben Schulstress, der ersten Liebe und den Sorgen ihrer besten Freundin bleibt ihr nichts anderes übrig, als ein Wing Chun Girl zu werden und einen wahren Faustgesang im Frühling anzustimmen.

Konrad Gladius ist Kampfkünstler, Selbstverteidigungslehrer und Schriftsteller. Sein Leben hat er der Kampfkunst zur Selbstverteidigung verschrieben. Als Autor bietet er faszinierende Einblicke in die Welt der Martial Arts. Rund drei Jahrzehnte Erfahrung im unbewaffneten und bewaffneten Nahkampf bilden seine Grundlage, um sich an ein Themengebiet zu wagen, das fast kein deutschsprachiger Romanschreiber im Blick hat. Wing Chun Girl ist der erste Young Adult-Roman aus seiner Feder.

Kapitel 1 – Eine Ankunft


Samstag, der 15. Februar 2014, auf der Landstraße von München nach Buchenheim

Der Regen prasselte gegen die Windschutzscheibe des alten VW Passat. Hannahs Laune hätte nicht schlechter sein können. Bereits eine ganze Weile fuhren sie durch diesen dichten, endlos und trist wirkenden Wald und es begann allmählich dunkel zu werden.

„Es ist nicht mehr weit“, meinte Hannahs Vater aufmunternd und fröhlich, aber diese Freude wollte seine Tochter nach zehn Stunden Autofahrt nicht teilen.

Auf einmal bemerkte Hannah, wie es etwas heller wurde. Die Bäume verschwanden und während das Auto aus dem Wald herausfuhr, tauchte vor ihnen eine üppige und weitreichende Wiesenlandschaft auf. Hannah fühlte ihre Befürchtungen bestätigt. Hier gab es nichts außer ländlicher Idylle und Langeweile. Sie hielten auf eine Ortschaft zu. Diese und eine weitere angrenzende Siedlung mussten Buchenheim sein.

Dies war also der Ort, den ihr Vater aufgrund seiner mit einem Partner ersponnen Geschäftsidee als ihr neues Zuhause erkoren hatte. Ob ihre Mutter diesen Schwachsinn, ins absolute Nichts zu ziehen, unterstützt hätte? Der Gedanke an die eigene Mutter vertiefte Hannahs Traurigkeit. Sie hatte ihre Mutter kaum gekannt. Ein zu spät erkannter Gebärmutterhalskrebs hatte sie aus dem Leben gerissen. Hannah war damals gerade einmal vier Jahre alt gewesen.

Noch schlechter als sie kam ihr Vater mit dem Verlust zurecht. Der gelernte Landschaftsgärtner gab den Einsatz in der Krebsselbsthilfegruppe auch nach dem Tod se