: Simon Finke
: Der letzte Phönix und das Ritual von Iunu
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740796464
: Der letzte Phönix
: 1
: CHF 8.80
:
: Fantasy
: German
: 700
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Aus heiterem Himmel fällt dem Sklaven Ippo ein mysteriöses Ei in die Hände. Als blutrünstige Schattengestalten Jagd darauf machen, zieht er los, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Der weise Eupolis vermutet darin einen Phönix, doch ersteht der nicht eigentlich ohne Ei aus seiner eigenen Asche? Die Antworten scheinen in Ägypten zu liegen. Dort wird die junge Nefiti Zeugin einer Verschwörung um den legendären Benu. Der hätte in Heliopolis ein uraltes Ritual vollziehen sollen, ist jedoch verschollen ...

Für Simon Finke, geboren 1991, war das geschriebene Wort schon immer die beste Form, um spannende Geschichten zu erleben. Seine ersten Schreibversuche unternahm er mit elf Jahren. Anfangs noch sehr von Büchern und Filmen beeinflusst, wuchs der Anspruch an sich selbst ebenso wie der Umfang seiner Geschichten. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Mediengestalter; das Schreiben blieb jedoch immer sein größtes Hobby."Der letzte Phönix und das Ritual von Iunu" ist das erste Werk, mit dem er an die Öffentlichkeit geht; Fortsetzungen sind in Arbeit.

LEBEN ALS TON


Umland von Athen, 301 v. Chr.

Das Messer glitt nicht so leicht hindurch wie es sollte.

Ippo drehte die Töpferscheibe noch ein Stück und mit ihr die darauf stehende Amphore. Dann setzte er die Klinge wieder an den Rand der Mündung und fuhr langsam daran entlang. Der überschüssige Ton bildete einen langen Streifen und fiel schwer und mit einem banalen Klatschen auf den Boden. Der Junge drehte das werdende Gefäß auf der Scheibe noch etwas weiter und fuhr fort, bis er einmal herum war. Dann legte er das Werkzeug weg und lehnte sich mit einem Seufzen zurück.

Es war warm hier drin, da halfen auch die dicken Wände der Werkstatt nicht viel. Ippo wischte sich ein paar verschwitzte Locken seines braunen Haares aus der Stirn und beschmierte sich sein schmales Gesicht dabei mit Ton. Er hatte seinen ärmellosen Chiton bereits vor der Arbeit ausgezogen und trotzdem lief ihm der Schweiß in Strömen über Rücken, Brust und Arme.

Sein Blick fiel durch eines der Fenster nach draußen. Unter glühender Sonne erstreckte sich das hügelige Ackerland rund um Athen soweit er nur sehen konnte. Die Stadt selbst war von