: Sofie Seidl
: Soko Staubwedel Ein Münchenkrimi
: Books on Demand
: 9783757894603
: 1
: CHF 3.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 218
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein toter Gast im Hotel sorgt selten für Spaß - auch wenn er ein Kotzbrocken war. Chambermaid Sascha allerdings ist ziemlich angetan vom diensthabenden Kommissar. Als ihre Kollegin unter Mordverdacht gerät, hat Sascha einen willkommenen Grund, sich heimlich in die Ermittlungen einzumischen. Schon bald sitzt sie beim Kommissar an der Informationsquelle. Um den Mordfall zu lösen, muss Sascha sich mit ihrem Bruder zusammenraufen, der ihr die Pest an den Hals wünscht. Und sie lernt auf die harte Tour: Rotzfrech und angstfrei zu sein, ist nicht immer eine lebensrettende Kombi.

Die Autorin wurde im Herzen von München geboren, flanierte mit ihrer Oma täglich durch die Münchner Innenstadt und schrieb mit acht Jahren ihre ersten Kurzgeschichten. Nach dem Abitur schloss sie zunächst eine zweijährige Ausbildung als Zeitungsjournalistin ab und studierte anschließend Sozialpädagogik. Sofie Seidl arbeitete acht Jahre als Journalistin, Pressereferentin und Lektorin und betreute 15 Jahre lang sozial benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene. Mit 48 Jahren begann sie, Romane zu schreiben. Nach den beiden Tierkrimis Rattenscharf und Mausetot mit Maxi, dem liebenswerten Münchner Ratten-Sherlock, ist Soko Staubwedel der dritte Roman von Sofie Seidl und das erste Buch mit der rotzfrechen Münchner Laienermittlerin Sascha.

3 Montag - Geschwisterhiebe


Da ich am gestrigen Sonntag meinen freien Tag genossen hatte, wirbelte ich am Montag vor Dienstbeginn durch die Schwingtür in die Küche und wollte Georg, unserem Koch, einen Guten Morgen wünschen. Er war nicht da. Stattdessen stand mit dem Rücken zur Tür ein Mann an der nächstgelegenen Arbeitsfläche, ein großes Fleischmesser in der Rechten.

Aufgeschreckt fuhr er herum, das Schneideinstrument immer noch erhoben in der Hand. Natürlich hatte ich ihn sofort erkannt.

„Hallo Arnold, lange nicht gesehen. Was machstdu denn hier?“

Ohne an seiner Haltung etwas zu ändern, sah Arnold mich an. Hasserfüllt, abschätzend. Er würde doch nicht …

Ich wusste, dass er mir schon immer gerne einen Dämpfer verpasst hätte, von dem ich mich nicht wieder erholen würde – aber gleich abmurksen, das kam mir dann doch ein bisschen übertrieben vor. Obwohl …

Verstehen könnte ich ihn. An seiner Stelle würde ich mir die Pest an den Hals wünschen und vielleicht ein paar Vertreter des entsprechenden Bakteriums, Yersinia pestis, aus einem Labor entwenden, um es mir ans