: Laura Kister
: Monster in mir
: Books on Demand
: 9783754393970
: 1
: CHF 7.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 210
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Kleine Kinder haben Angst vor den Monstern unter ihrem Bett - Ich fürchte mich vor den Monstern in meinem Kopf« Psychopathin - Realität oder nur Fassade? Nachdem Clary aufgrund psychischer Erkrankungen mehrere Morde begeht, landet sie in einer Forensischen Psychiatrie. Mit allen Kräften versucht sie sich gegen die Therapien und die Gefangenschaft zu wehren und kämpft um ihre Freiheit. Komplett allein und auf sich gestellt, versucht sie zu überleben, denn sie hegt einen tiefen Hass gegen alle anderen, von denen sie umgeben ist. Immer wieder kommt es zu Konflikten mit den anderen Patienten, mit welchen sie immer wieder aneinandergerät. Doch dann taucht eine neue Patientin auf, welche Clarys Aufmerksamkeit erregt. Es scheint, als könnte sich alles zum Besseren wenden. Aber ist das wirklich real oder trügt der Schein? Wartet vielleicht schon der nächste Schicksalsschlag, das nächste Drama auf Clary, um ihr den Boden unter den Füßen zu entreißen?

Laura Kister wurde 2001 in Unna geboren und lebt mittlerweile in Dortmund. Bereits als Kind war sie von Büchern fasziniert und entdeckte früh ihre Leidenschaft für das Schreiben eigener Geschichten. Nach ihrem Abitur fing sie an Germanistik und Linguistik zu studieren.

KAPITEL 1

Das Klicken einer Tür verriet mir, dass jemand meinen Trakt betreten hatte. Dies war seltsam, da um diese Zeit sonst niemand kam. Das Mittagessen war gerade vorbei und alle anderen waren entweder im Gemeinschaftsraum oder in ihren Zellen. Ich hatte keine Lust meine Zeit mit den anderen zu verschwenden, weshalb ich mich dazu entschieden hatte, hier zu bleiben.

Da ich neugierig war, ging ich zu meiner Zellentür und spähte hinaus auf den Gang.

»Parker, du hast Besuch!«, sagte der Wärter, welcher gerade bei mir angekommen war, und machte die kleine Luke auf, durch die er mir die Handschellen anlegen konnte. Ich musterte seine dunkelblaue Uniform, an der auf Höhe der Taille ein Gürtel befestigt war. An diesem hingen normalerweise die Handschellen, welche ich gerade trug. Außerdem waren daran noch ein Schlagstock, ein Elektroschocker und ein Funkgerät befestigt. Letzteres benutzen die Wärter für die Kommunikation untereinander, um beispielsweise Verstärkung zu rufen, sollten einige Patienten mal wieder aus der Reihe tanzen und Ärger machen.

Der Wärter führte mich aus meiner Zelle hinaus auf den Gang.

Es wunderte mich, dass mich jemand besuchte, denn das geschah für gewöhnlich nicht, da sich niemand für mich interessierte und ich allen Menschen, die ich kannte, egal war.

Ich war nun schon seit einigen Wochen hier und in dieser Zeit hatte ich außer den Wärtern und Therapeuten nur die anderen Gefangenen gesehen. Und selbst die anderen hatte ich bis vor kurzem nur selten gesehen, weil diese Anstalt es bevorzugte, die Gefangenen in den ersten Wochen den Großteil der Zeit von allen abgeschottet zu lassen. Nur bei Gruppentherapien konnte man sozial