1. Das Wirtshaus von Antrim
Regen an sich ist nützlich für die Felder, das durstige Vieh. Nur für einen selbst, der seinen Durst lieber aus einem Humpen stillt, als den Kopf im Nacken liegend das unaufhörlich fallende Nass aufzunehmen, wird Regen schnell zu einer seelischen Verstimmung führen.
Dieser Fisselregen, der mürrisch fiel, was ihn aber nicht trockener gestaltete, hatte dieses milde depressiv, um das den meisten Niederschlägen inne war, vor allem wenn sie sich zu einem bedauerlichen niesel, zurückzogen.
Aber Irland, durch das zu dieser späten Stunde, ein verlorener Wanderer stapfte, über ertrinkende Wege, an ertrunkenen Feldern vorbei. Beklagenswert und allein, Irland war als vieles bekannt, aber nicht für karibische Tage oder Nächte, in der sich durchnässte, schniefende, leise weinend man seine Stiefel einen vor den nächsten setze, weil es sich so am besten lief.
Er hat auf seinem Weg so manche Kombination probiert, seitlich einen Fuß dem anderen zuführen, was eine Weile Spaß gab, dann wahnsinnig in den Oberschenkeln zog, er lief mal rückwärts und freute sich zu sehen, woher er kam. Bald schon nach der dritten Kollision mit irgendetwas das im Weg stand, stellte er fest, dass er hinten keine Augen hatte, was für diese Art des sich Fortbewegens von Vorteil wäre.
Die ersten Tage schlappte er recht lustlos an, am dritten Tag hatte er weniger Lust zu laufen, bevor es ihm heute Morgen so gar nicht mehr gefiel.
Aber es musste weiter gehen. So lief er an traurigen Weiden vorbei, wurde von Kühen die bis zum Bauch, im Schlamm standen, angeglotzt. Er glotze zurück, ab und an traf er jemand, den er nicht kannte, aber das vermochte seine Stimmung nicht auf zu bessern, den die anderen, hatten ebenfalls miese Laune und waren von wenig erhellenden Gedanken beseelt. Was man ihnen deutlich ansah.
Der Käse, das Laib Brot und anfangs, vor allem der Wein, waren seine schönsten Momente. Aber mit dem Trauben gekelterten, den er am ersten Abend Trank, er hatte nur 5 Flaschen mitbekommen, schwindet das bisschen Freude, ächzend und gar nicht in Fahrt gekommen, beleidigt dahin.
Der Regen hatte mittlerweile keine rechte Lust mehr. Irgendwie hat ihn das unmotivierte Gesicht, des Mannes ebenso entmutigt und so begnügte er sich damit als niesel weiter zufallen. Was für den Wanderer zermürbender war, den Nieselregen ist neben Nebel, der deprimierendste Niederschlag, der sich durch die kleinsten Ritzen durch das Gewand an die Haut treibt und dort nur störend auf die Befindlichkeit des betroffnen wirkt.
Trübsinnig, den einen Stiefel vor den anderen set