Das Gebet für Las Vegas
Es war die Nacht vom Donnerstag zum Freitag des 11. Januar in 2030. Jeff Finner schlief in dieser Nacht unruhig. Er hatte sich am Abend zuvor mit zu vielen Gedanken beschäftigt, was am nächsten Tag alles zu tun sei. Er wachte auf, weil er ein Geräusch hörte. Sein Schlafraum war mit sanftem Licht erhellt und eine Stimme sprach zu ihm:"Jeff Finner, zu dir spricht Bruder Christomanus, der Beauftragte der geistigen Welt in den göttlichen Himmeln.
Du und deine Gemeinde wurden auserwählt für eine besondere Aufgabe. Ein Diener der geistigen Welt wird dich besuchen und dir einen Vorschlag machen. Deine Gemeinde ist überzeugt von der Kraft des Gebets. Der Diener der göttlichen Himmel gibt dir eine besondere Möglichkeit, die Kraft des Gebets zu erproben und zu beweisen. Lass mit einigen deiner frommen Beterinnen den Sündenpfuhl Las Vegas für eine Stunde lang dunkel werden.“ Die Stimme verklang, das sanfte Licht ging aus.
Jeff Finner lag einen Moment still in seinem Bett. Er war sich nicht im Klaren, ob die Stimme und das Licht Wirklichkeit waren oder ob er nur geträumt hatte. Wie sollte das gehen, Las Vegas für eine Stunde lang dunkel werden lassen? Sollten sie mit ihrem Gebet den Strom abschalten? So etwas hatte es noch nie gegeben. Es war offenbar ein Traum. Träume sind fast immer unrealistisch. Er maß deshalb dem Traum weiter keine Bedeutung bei und schlief weiter.
Als Jeff am Morgen erwacht war, kam ihm dieser Traum in Erinnerung. Er lächelte bei dem Gedanken daran und sagte sich, es sei ein schöner Traum gewesen. Jeff war Reverend einer sehr gottgläubigen Gemeinde der Methodisten in Lordsplace in Louisiana. Lordsplace liegt in der Nähe von Alexandria, einer mittelgroßen Stadt mit etwa 45.000 Einwohnern.
Die Gemeinde Lordsplace hat 2.100 Einwohner, von denen 60 Prozent Afroamerikaner waren. Von den Gemeindemitgliedern waren etwa 90 besonders gottgläubig, die bestrebt waren, Gottes Willen zu erfüllen. Sie waren Christen der Tat. Sie waren das Herz dieser strenggläubigen Methodisten-Gemeinde. Die meisten Einwohner von Louisiana waren dagegen Katholiken. Die Einwohner von Lordsplace lebten weit überwiegend von dem Anbau von Sojabohnen, Süßkartoffeln, Gemüse und Reis. Sie lehnten aus religiösen Gründen das Töten von Tieren ab. Deshalb betrieben sie auch keine Viehwirtschaft.
Jeff war ein Mann im Alter von 55 Jahren. Er war etwa 6 Fuß groß, dunkelhaarig mit braunen Augen und von asketischer Figur. Seine Frau war vor 4 Jahren an Krebs gestorben. Der frühzeitige Tod seiner Frau hatte ihn veranlasst, mehr Zeit seiner Arbeit als Reverend seiner Gemeinde zu widmen. Er konnte sich besser um das Wohlergehen seiner Gemeindemitglieder kümmern. Seine beiden erwachsenen Söhne betrieben die Landwirtschaft, so dass alle ein gutes Auskommen hatten.
Eine Stunde nach seinem Frühstück saß Jeff an seinem Schreibtisch im Büro seiner Kirche. Er stellte erste Überlegungen an zu seiner Predigt am kommenden Sonntag. Da klingelte es an der Tür. Er ging zur Tür und öffnete sie. Vor ihm stand ein bärtiger Mann mittlerer Größe im Alter von etwa 50 Jahren. Der Mann trug eine dicke Hornbrille und einen breitkrempigen Hut."Sind Sie Reverend Jeff Finner?“, fragte der Mann.
Jeff bejahte das. Der Besucher sagte, er sei der Diener der Himmel, der ihm angekündigt worden sei. Diese Behauptung überraschte zuerst Jeff. Aber dann erinnerte er sich an die Stimme, die er für einen Traum gehalten hatte."Ich hatte heute Nacht davon geträumt“, sagte Finner,"dass ein Diener der Himmel zu mir kommen würde. Aber ich hatte diesen Traum nicht ernsthaft als Botschaft angesehen. Nun scheint die Stimme, die zu mir sprach, doch kein Traum, sondern die Wahrheit gewesen zu sein. Wer sind Sie? Was soll ich für die Himmel tun?“
Jacob antwortete:"Mein Name ist Jacob. Ich bin ein Diener der Himmel. Als Brüder im Geiste Gottes sollten wir uns beim Vornamen ansprechen. Die Stimme, die in der Nacht zu dir sprach, war Christomanus aus den geistigen Welten. Ich bin auserwählt worden, dir einen Vorschlag zu machen.
Die Himmel wollen den zutiefst gotterfüllten Mitgliedern deiner Gemeinde die Möglichkeit g