Endlich reden - Teil eins
Gespräche mit Menschen aus beruflichem Umfeld Tod, Trauer, Sterben,
Gespräch mit Laura Schröer
Welchen Einfluss hat der Tod auf Dein Leben?
Der Tod macht mich berührbar. Er schärft meinen Blick auf das, was wirklich wichtig für mich ist. Und er macht - spirituell gesehen - die große Weite spürbar, die keine Grenzen kennt.
Welche drei Dinge möchtest Du erreicht oder erlebt haben, bevor Du stirbst?
Ich möchte sagen können:
ich hab mein Ding gemacht, war kreativ und bin immer der Vision gefolgt,
wünsche mir eine liebevolle Familie / Freunde und
möchte immer wieder kleine Abenteuer und Momente der Freiheit erleben.
Was für eine Art Sterben wünschst Du Dir?
Ich wünsche mir momentan, vorbereitet zu sein, mich verabschieden zu können, meinen Liebsten kein Chaos zu hinterlassen (daran muss ich noch arbeiten, haha) und natürlich wenig Schmerzen.
*Wo brichst Du ungeschriebene gesellschaftliche Regeln?
Puh, gefühlt jeden Tag im Kleinen. Ich denke, dem Abschied einen echten Wert durch Gestaltung, Wort und Ton zu geben und selbst „jung“ zu sein und Farbe zu tragen, das ist schon was.
Gibt es eine besonders wertvolle Erfahrung mit dem Tod, welche Du gerne teilen möchtest?
Oft schließen sich mit dem Tod Kreise und es öffnen sich neue. Alles bewegt sich irgendwie in Kreisen, habe ich das Gefühl. Doch oft erlebe ich, dass durch das Sterben eines Menschen ganz Neues sichtbar wird - Erinnerungen, die sich zu neuen Lebensperspektiven verwandeln. Das ist Gold wert.
Wer ist Laura Schröer?
Laura Schröer erzählt vom Leben. Sie findet Worte, wo Sprache nicht reicht - singt und begleitet instrumental, hat gerne Stift und Pinsel in der Hand und freut sich, immer wieder neue Perspektiven auf das zu erhalten, was wirklich zählt.
Als Trauerrednerin gestaltet sie Zeremonien zum Abschied und Übergang, stellt dabei das Leben in den Mittelpunkt und lässt Freiraum zu. Für jeden Menschen darf wahr sein, was ganz persönlich berührt. Die Ideen gehen ihr nie aus. Sie gibt der Trauer Farbe und unterstützt Menschen beim Finden des eigenen Ausdrucks und der Gestaltung von Erinnerungen. Die Handschrift eines lieben Menschen, in der so viel Seele steckt, einfache Zeichnungen, in denen Wesensmerkmale aufleuchten. Für Erinnerungen als Kraftquelle widmet sie sich der Verewigung von Handschrift und fotogetreuer Illustration.
Ihre Erfahrung, Inspiration und Unterstützung bietet sie zudem in Gruppen, Workshops und 1:1 Begleitung an. Vom Leben erzählen, ihm Licht geben. Mit Worten, Tönen und Farben. Dabei Herzen ein bisschen Weite schenken. Das ist es, was Laura erfüllt.
Mehr über ihre Geschichte, Philosophie und ihren Weg findest Du unter:
www.laura-schroeer.de
Gespräch mit Monica Lonoce
Welchen Einfluss hat der Tod auf Dein Leben?
Mit sieben und zehn Jahren sind meine Zwillingstöchter nach schwerer Krankheit gestorben. In meiner unendlichen Trauer suchte ich verzweifelt nach Antworten: «Wie kann ich mit diesem Verlust weiterleben? Wer kann mir zeigen, wie ich meine Trauer überwinde? Geht das überhaupt?» Ich fand für mich keine Hilfe. Aus dieser Suche und Not heraus, entwickelte ich meine eigene Methode «Gefühle.Leben.Lernen. GLL®».
Ich will auch anderen Menschen in Trauerkrisen helfen. Ich will aufzeigen, dass es möglich ist, einen gesunden Umgang mit Verlust zu lernen. Seit 20 Jahre sind Trauer, Verlust und Krisenbewältigung mein Forschungs- und Arbeitsfeld. Ich lehre meine Methode an Hochschulen, in Institutionen und begleite trauernde Menschen, Familien und Teams durch Verlustkrisen.
Welche drei Dinge möchtest Du erreicht oder erlebt haben, bevor Du stirbst?
Ich habe zur psychischen und mentalen Gesundheit von Erwachsenen und Kindern einen wesentlichen Beitrag geleistet.
«Gefühle.Leben.Lernen. GLL®» ist in der Ausbildung von Gesundheits-, Pädagogik- und Sozialberufen für die Begleitung von Menschen in Trauer und Verlustsituationen Standard.
Der Verein ProEmotionsKultur stellt meine Methode Gefühle.Leben.Lernen. einer breiteren Öffentlichkeit barrierefrei zur Ve