: P. J. Ried, Nina MacKay, Sandra Grauer, Sabine Schoder, Rebekka Weiler, Alexandra Flint, Marius Scha
: Winter Wishes. Ein Adventskalender. Lovestorys für 24 Tage plus Silvester-Special (Romantische Kurzgeschichten für jeden Tag bis Weihnachten)
: Ravensburger Buchverlag
: 9783473511877
: 1
: CHF 13.20
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Merry Christmas, Pine Hills! Funkelnde Lichter, weihnachtlich geschmückte Straßen und ein glamouröser Winterball in einem einzigartigen Setting - willkommen in Pine Hills! Lass dich in die verschneite Collegestadt entführen, denn was gibt es Schöneres, als sich die Adventszeit mit romantischem Lesestoff zu versüßen? Die Lovestorys in 'Winter Wishes' nehmen dich Tag für Tag mit auf eine Reise in die zauberhafte Welt von Pine Hills voller prickelnder Gefühle und unwiderstehlicher Küsse im Schneegestöber ... *** Shortstorys aus Pine Hills für 24 Tage plus ein Silvester-Special deiner deutschsprachigen Lieblingsautor*innen ***

Nina MacKay begann ihre schriftstellerische Karriere auf der Online Plattform Wattpad, wo sie mehrere Preise für ihre Geschichten gewann. Bis heute schreibt sie humorvolle Romane für Jugendliche und junge Erwachsene. Im realen Leben arbeitet sie als Marketing Managerin. Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Buchfiguren. Vorzugsweise mit literweise Kaffee im Gepäck. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihr größtes Hobby. Es lebe die moderne Technik und Pseudonyme, weswegen nichts von dieser Biographie irgendwo bewiesen werden kann.

Sleigh Ride I


»Nein, nein, nein!«

Ich summte gerade die Melodie vonSleigh Ridemit und genoss die wunderbar weihnachtliche Atmosphäre imCoffee Therapy, als Darla erfolglos versuchte, ihren Kaffeebecher am Umstürzen zu hindern. Die hellbraune Flüssigkeit ergoss sich über den Tisch, auf dem meine beste Freundin einen Haufen Zettel ausgebreitet hatte. Geistesgegenwärtig schobichdieBlätterzusammen,risssiehoch –undfingmireinenunübersehbaren Kaffeefleck auf meinem weißen Rollkragenpulli mit Zopfmuster ein.

Darla verzog zerknirscht den Mund. »Tut mir leid, July.«

Ich winkte ab. »Hauptsache, wir konnten deine Aufzeichnungen retten. Okay, alle bis auf eine.«

MeinBlickfielaufdasnochaufdemTischliegendeBlattPapier mit der zerlaufenen Tinte, das sich inzwischen komplett vollgesogen hatte. Seit Darla zur Leiterin des Komitees für den alljährlichen Winterball am Silvesterabend ernannt worden war, traf man sie nur noch mit einerMappeunterdemArman.SieschobdasaufgeweichteBlattan die Seite und begann, den Tisch mit Taschentüchernzu säubern, die sie nacheinander aus der Packung zog.

»Ist nicht schlimm, auf dem Zettel standen nur potenzielle Cateringfirmen. Ich schreibe die Liste einfach noch mal, aber ich habe sowieso schon einen Favoriten.«

»Nämlich?«, fragte ich neugierig und reichte ihr den Stapel Blätter über den Tisch. Dafür bekam ich von Darla ein Taschentuch, mit dem ich den Kaffeefleck auf meinem Pulli bearbeitete. Besser wurde es davon allerdings nicht.

»DasGinger Bread

Ich nickte. »Gute Wahl. Vor allem die Zimtschnecken dort sind superlecker.«

Wobei die imCoffee Therapymindestens genauso gut waren, und hier gab es außerdem diesen köstlichen Kaffee mit Lebkuchengeschmack. Das Café lag auf dem Campus der Pine Hills University, deshalb kam ich zwischen den Vorlesungen gern her. Mit den Stahlträgern unter den hohen Decken, den bodentiefen Fenstern und den an Stangen hängenden Glühbirnen versprühte es Industriecharme, war aber durch zweioffeneKamineunddieEinrichtungimVintage-Stilgleichzeitigurgemütlich. Vor wenigen Tagen war das Café noch – ebenso wie ganz Pine Hills – mit Kürbissen, bunten Blättern und Trockenblumen geschmückt gewesen, doch inzwischen war die Thanksgiving-Dekoration Lichterketten,WeihnachtssternenundTannenzweigengewichen.Inwenigen Tagen stand der erste Dezember bevor, und dann ging der ganze Weihnachtsrummel erst richtig los.

Darla grinste. »Ich weiß. Apropos Zimtschnecken, ich könnte etwas Süßes vertragen, bevor wir zu Medienrecht müssen.« Sie schielte zur Auslage hinüber. Hinter der Scheibe stapelten sich hübsch arrangi