: Charles Dickens
: Matthias Schwarze
: Eine Weihnachtsgeschichte
: Books on Demand
: 9783757839581
: 1
: CHF 2.60
:
: Märchen, Sagen, Legenden
: German
: 164
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Die"Weihnac tsgeschichte" von Charles Dickens erzählt die Geschichte des geizigen und unverbesserlichen Geschäftsmanns Ebenezer Scrooge, der kurz vor Weihnachten von drei Geistern besucht wird. Die Geister zeigen ihm Szenen aus seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und bringen ihm bei, was es bedeutet, ein guter Mensch zu sein. Zu Beginn der Geschichte ist Scrooge ein hartherziger Mann, der kein Interesse an Weihnachten hat und alle Formen von Freude und Mitgefühl ablehnt. Er lebt zurückgezogen und meidet den Kontakt mit anderen Menschen, einschließlich seines Neffen und seines treuen Angestellten Bob Cratchit, der in ärmlichen Verhältnissen lebt.

Charles Dickens (1812-1870) war ein britischer Schriftsteller, der für seine Romane und Kurzgeschichten bekannt ist. Er wurde in Portsmouth, England, geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Im Alter von 12 Jahren wurde er aus der Schule genommen und arbeitete in einer Fabrik, wo er die harten Bedingungen der Arbeiterklasse erlebte, die später in seinen Werken widergespiegelt wurden. Dickens begann seine literarische Karriere als Journalist und Schriftsteller von Sketchen für Zeitschriften. Sein erster Roman,"Die Pickwickier", wurde 1836 veröffentlicht und machte ihn sofort berühmt. Es folgten weitere Werke wie"Oliver Twist","Nicholas Nickleby","David Copperfield","Große Erwartungen" und"Eine Weihnachtsgeschichte". Dickens war ein produktiver Schriftsteller und schrieb viele seiner Romane in monatlichen Fortsetzungen für Zeitschriften, was ihn zu einem Pionier des seriellen Schreibens machte. Seine Werke sind für ihre scharfe Beobachtungsgabe, Humor und soziale Kritik bekannt und haben einen großen Einfluss auf die englische Literaturgeschichte ausgeübt. Dickens war auch ein sozial engagierter Mensch und setzte sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Arbeitern ein. Er hielt Vorträge über soziale Probleme und unternahm Reisen durch England, um Missstände zu dokumentieren. Im Alter von 58 Jahren starb Dickens an einem Schlaganfall. Er hinterließ ein bedeutendes literarisches Erbe und sein Werk hat bis heute einen wichtigen Platz in der Weltliteratur.

Erstes Kapitel


Marleys Geist

Marley war tot, damit wollen wir anfangen. Ein Zweifel darüber kann nicht stattfinden. Der Schein über seine Bestattung wurde von dem Geistlichen, dem Küster, dem Leichenbesorger und den vornehmsten Leidtragenden unterschrieben. Scrooge unterschrieb ihn und Scrooges Name wurde auf der Börse respektiert, wo er ihn nur hinschrieb. Der alte Marley war so tot wie ein Türnagel.

Merkt wohl auf! Ich will nicht etwa sagen, dass ein Türnagel etwas besonders Totes für mich hätte. Ich selbst möchte fast zu der Meinung geneigt sein, ein Sargnagel sei das toteste Stück Eisenwerk auf der Welt. Aber die Weisheit unserer Altvorderen liegt in dem Gleichniss und meine unheiligen Hände sollen sie dort nicht stören, sonst wäre es um das Vaterland geschehen. Man wird mir daher erlauben, mit besonderem Nachdruck zu wiederholen, dass Marley so tot wie ein Türnagel war.

Scrooge wusste, dass er tot war? Natürlich wusste er es. Wie konnte es auch anders sein? Scrooge und er waren, ich weiß nicht seit wie vielen Jahren, Handlungsgesellschafter. Scrooge war sein einziger Testamentsvollstrecker, sein einziger Administrator, sein einziger Erbe, sein einziger Freund und sein einziger Leidtragender. Und selbst Scrooge war von dem traurigen Ereignis nicht so entsetzlich gerührt, dass er selbst an dem Begräbnistag nicht ein vortrefflicher Geschäftsmann gewesen wäre und ihn mit einem unzweifelhaft guten Handel gefeiert hätte.

Die Erwähnung von Marleys Begräbnistag bringt mich zu dem Ausgangspunkt meiner Erzählung wieder zurück. Es ist unzweifelhaft, dass Marley tot war. Das muss scharf ins Auge gefasst werden, sonst kann in der Geschichte, die ich eben erzählen will, nichts Wunderbares geschehen. Wenn wir nicht vollkommen fest überzeugt wären, dass Hamlets Vater tot ist, ehe das Stück beginnt, würde durchaus