: Karin Mörgelin
: Die Wiese Ein Zuger Krimi
: Books on Demand
: 9783757836788
: 1
: CHF 6.60
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 262
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Im Zugersee wird eine Leiche geborgen. Die neu bei der Zuger Polizei arbeitende, unkonventionelle Ermittlerin Tabea Stocker glaubt nicht an einen Bootsunfall und gerät bei ihren teils eigenmächtigen Nachforschungen in den Sumpf kardinaler menschlicher Untugenden. Die Wiese, ein grosses, unbebautes Seegrundstück, wird zum Nährboden für Macht- und Geldgier. Hat dies zum Tod eines Mannes geführt oder war es am Ende doch ein Unfall?

Karin Mörgelin wurde 1956 in Weil am Rhein geboren. Nach ihrem Studium der Germanistik und Anglistik lebte sie einige Jahre in England. Dort und später in Frankfurt am Main komponierte sie eine Vielzahl von Songs mit eigenen Texten, die sie mit ihren Bands auch in Funk und Fernsehen aufführte. Die Songs sind in einem Songbook zusammengestellt. Daneben schrieb und übersetzte sie Fachtexte und war Mitautorin eines Fachbuchs. Sie arbeitete in England, Deutschland und in Zug, in der Schweiz als Lehrerin. Neben dem Kriminalroman Die Wiese ist ihr Roman Tareks Dilemma ebenfalls bei BoD erschienen. Seit 2019 ist sie freie Schriftstellerin und lebt mit ihrem Mann wieder in Südbaden.

Kapitel 2


Wyss stand mit seinem Wagen vor einer großen, grauen Betonmauer, in die das Tor zur Tiefgarage eingelassen war, betätigte die Fernbedienung und rangierte sein schwarzes Gefährt durch das geöffnete Tor auf seinen Stellplatz. Das moderne Haus, das seine Frau vor fünf Jahren von ihren Eltern geerbt hatte, stand in den oberen Reihen der Häuser am Zugerberg. Im Innern der Garage musste er erst einmal eine Treppe hochsteigen, bevor er die Wohnung erreichte. Er hasste es.

15 Stufen in einem engen, kalten Treppenhaus. Der ebenfalls graue Betonschacht war von grellem Neonlicht erhellt. Er fühlte sich jedes Mal wie auf einem Fluchtweg aus einem der Tunnels, die man in den Granit der Alpen gebohrt hatte oder an manchen Tagen noch schlimmer: wie in einem Grab. Das Gefühl, das aufkam, wenn man das Innere der Wohnung erreicht hatte, konnte unterschiedlicher nicht sein: Eine riesige Fensterwand öffnete den Blick auf die Altstadt, den See und weiter noch bis zum dem über Luzern