NARVILA
In wenigen Augenblicken werden diePrinzessinnen das Waldstück mit dem Blut, den Gedärmen und der Reue ihrer Gegner fluten.
Aber der Reihe nach.
Noch ist es friedlich auf der Straße, die zwischen zwei flachen, baumbewachsenen Böschungen liegt.
Narvila und die anderen vierPrinzessinnen sind wie üblich in lederne Hosen und Harnische gekleidet. Die Söldnerinnen haben den Auftrag, König Larnushkis Tochter Tiarlak zum Kloster von Ouduurm zu eskortieren. Dort soll diese vor ihrer anstehenden Hochzeit von den Göttern gesegnet werden, für eine glückliche und, machen wir uns nichts vor, vor allem fruchtbare Ehe, die möglichst bald einen Erben hervorbringt.
Tiarlak reist mit drei Zofen in einer quietschenden großen Kutsche voller Bequemlichkeit, die von sechs Pferden gezogen wird. Der blasse, schnurrbärtige Diener, der das Gefährt lenkt, hätte seinem mürrischen Verhalten nach sicher männliche Söldner als berittenen Geleitschutz bevorzugt.
Ob ihm das schmeckt oder nicht, neben und hinter der Kutsche reiten jetzt nun mal diePrinzessinnen:
Aiby, an der alles mächtig ist, angefangen bei ihren Muskeln, ihren verfilzten roten Zöpfen, ihrem ärmellosen Harnisch, ihrer riesigen Axt und ihren Tätowierungen nach Hochland-Art am ganzen Körper, die fast kein Weiß mehr durchscheinen lassen.
Decanra, die fingerlose Handschuhe und zu den diversen Rüstungsteilen als Einzige einen Kapuzenumhang trägt, der tiefbraune Haut, eine schwarze Mähne, eine endlose Zahl Wurfmesser und einen geschwun