: Christian Endres
: Die Prinzessinnen: Helden und andere Dämonen
: Cross Cult
: 9783986664237
: 1
: CHF 11.70
:
: Fantasy
: German
: 496
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Aus der Schlacht ... in die Legenden Narvila, Aiby, Decanra, Cinn und Mef wurden als Königstöchter geboren - heute sind sie eine Truppe knallharter Söldnerinnen. Mit Schwertlanze und Streitaxt stellen sie sich allen Bestien und Bastarden, wobei sie besonders oft Maiden in Nöten retten. Doch nun erhalten die Prinzessinnen den Auftrag, Prytos zu beschützen, den großen Helden des Götterkrieges, dessen Unsterblichkeit allerdings so gut wie aufgebraucht ist. Als Leibwächterinnen der ungebrochen selbstherrlichen und draufgängerischen Legende müssen es Narvila und die anderen mit Dämonen, Zauberern, Drachen, Seeungeheuern und Untoten aufnehmen. Und natürlich mit Prytos selbst ... »Düster, packend und feministisch - wie eine Kreuzung aus einem Quentin Tarantino-Film und den Märchen in ihrer ursprünglichen, blutigen Form.«  - Christian Handel (Autor von »Schattengold«)

Christian Endres lebt als freier Autor in der Nähe von Würzburg. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Essays, Kritiken und Comic-Editorials. Seine Storys erscheinen regelmäßig in c't - magazin für Computertechnik, Spektrum der Wissenschaft, phantastisch! und anderen. Als Journalist oder Redakteur schreibt er seit Jahren für den Tagesspiegel, Tip Berlin, Geek!, Panini Comics, diezukunft.de und viele mehr. Für seine Arbeiten wurde er bereits mit dem Deutschen Phantastik Preis, dem Kurd Laßwitz Preis und dem Literaturpreis Klimazukünfte 2050 ausgezeichnet.

NARVILA


In wenigen Augenblicken werden diePrinzessinnen das Waldstück mit dem Blut, den Gedärmen und der Reue ihrer Gegner fluten.

Aber der Reihe nach.

Noch ist es friedlich auf der Straße, die zwischen zwei flachen, baumbewachsenen Böschungen liegt.

Narvila und die anderen vierPrinzessinnen sind wie üblich in lederne Hosen und Harnische gekleidet. Die Söldnerinnen haben den Auftrag, König Larnushkis Tochter Tiarlak zum Kloster von Ouduurm zu eskortieren. Dort soll diese vor ihrer anstehenden Hochzeit von den Göttern gesegnet werden, für eine glückliche und, machen wir uns nichts vor, vor allem fruchtbare Ehe, die möglichst bald einen Erben hervorbringt.

Tiarlak reist mit drei Zofen in einer quietschenden großen Kutsche voller Bequemlichkeit, die von sechs Pferden gezogen wird. Der blasse, schnurrbärtige Diener, der das Gefährt lenkt, hätte seinem mürrischen Verhalten nach sicher männliche Söldner als berittenen Geleitschutz bevorzugt.

Ob ihm das schmeckt oder nicht, neben und hinter der Kutsche reiten jetzt nun mal diePrinzessinnen:

Aiby, an der alles mächtig ist, angefangen bei ihren Muskeln, ihren verfilzten roten Zöpfen, ihrem ärmellosen Harnisch, ihrer riesigen Axt und ihren Tätowierungen nach Hochland-Art am ganzen Körper, die fast kein Weiß mehr durchscheinen lassen.

Decanra, die fingerlose Handschuhe und zu den diversen Rüstungsteilen als Einzige einen Kapuzenumhang trägt, der tiefbraune Haut, eine schwarze Mähne, eine endlose Zahl Wurfmesser und einen geschwun