Wie immer, wenn sie ankam, drang das Gebell aus dem Inneren des Hauses bis hinaus auf die Straße. Obwohl Jamie fünfzehn Jahre zählte, ein nahezu biblisches Alter für einen Hund, und obwohl auch seine Pupillen sich in fortschreitender Blindheit zu trüben begannen, funktionierten sein Geruchssinn wie auch sein Gehör tadellos. Er entnahm bereits dem Motorengeräusch ihres sich nahenden Toyotas, dass Nelly die Mutter besuchte. Vermutlich witterte er auch ihren für seine feine Nase unverwechselbaren Geruch nach Mandelblüten noch durch die Mauern hindurch. Bei ihrer Ankunft drückte das liebe Tier jedes Mal, die Beschwerden des Alters vergessend, seine freudige Erregung durch überlautes Kläffen aus, auch wenn die Nachbarn sich die Haare rauften über den regelmäßig aufbrandenden Krach. Sobald dann der Klang ihrer zuschlagenden Autotür zu ihm drang und Sekunden später der Schlüssel sich in der Haustür drehte, kannte Jamie kein Halten mehr: sein Gebell steigerte sich zu einer handfesten Hysterie.
Als Nelly den Hausflur betrat und die Tür hinter sich schloss, wunderte sie sich, dass er nicht die Treppe aus der ersten Etage hinunt