Die meisten Menschen kennen von Google nur die Suchmaschine, also das Ursprungs- und Kernprodukt. Täglich gehen 3,5 Milliarden Suchanfragen ein. Davon werden 525 Millionen, mithin 15 Prozent, erstmals gestellt. Diese Suchmaschine ist ein System von mehr als 1.000 Computern, die an einer Suchanfrage mitwirken. Selbst die schärfsten Kritiker von Google gestehen die faszinierende Leistung des Suchsystems ein. Es ist nicht überzogen, sie als ein sich fortsetzendes Weltkulturerbe zu bezeichnen. In einem Offenen Brief des Vorstandsvorsitzenden der Springer AG, Mathias Döpfner, zur Macht von Google schrieb dieser: „Vergesst Big Brother – Google ist besser.“12 Das zeigte sich auch im Urteil der Nutzer und damit im Ranking der Zugriffe.
Google macht keine Angaben zur Anzahl der indexierten Bilder und Dokumente im Suchmaschinensystem. Begründung: Es existiere keine eindeutige Zählweise. Die letzte Zahl stammt aus dem Jahr 2012. Sie wurde mit 30 Billionen URLs beziffert, wovon mehr als 20 Milliarden durchschnittlich täglich gecrawlt werden.
In den Anfangsjahren hatte die Suchtechnologie Verständnisschwierigkeiten, die kontinuierlich beseitigt wurden. Durch den Einsatz von KI gab es einen weiten Sprung nach vorne. Zehn Prozent der Sucheingaben beinhalten Fehler. Viele davon werden erkannt. Die Suchtechnologie erkennt Doppeldeutungen von Wörtern, kann Synonyme zuordnen, Wörter und Sätze ergänzen, Grammatik korrigieren und Nachrichten, Bilder und Videos kombinieren. Im Zweifelsfall bietet das System bei Verdacht auf Falschschreibung eine Alternative: „Did you mean:“ Neuerdings findet die Suchmaschine den Text zu Liedern, wenn die Melodie kurz vorgesummt wird. Ein Melodiefragment reicht, um das Lied auf den Bildschirm zu bringen. Ein nächster großer Schritt wird darin bestehen, dass Google Search nicht nur Fragen schneller und klüger beantwortet, sondern sich mit dem Nutzer unterhalten kann. Es gilt: Je mehr Fragen, desto bessere Antworten.
Pro Jahr werden etwa 1.000 leistungssteigernde Veränderungen an der Sucht