: Walter Simon
: Die Internet-Krake Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft
: Books on Demand
: 9783757895006
: 1
: CHF 5.30
:
: Gesellschaft
: German
: 192
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dieses Buch beschreibt die fünf Internet-Giganten der westlichen Welt. Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft. Aus den Anfangsbuchstaben wird das Akronym GAFAM gebildet. Der Autor beleuchtet deren Entstehung, Funktion, Organisation und Produkte. Vertiefend richtet der Autor den Fokus auf die vielfältigen Überwachungspraktiken zum Nachteil von Mensch und Gesellschaft. Die von ihnen ausgehenden Bedrohungen für das zivilgesellschaftliche Gefüge sind das Resultat einer radikal neoliberalen Ideologie, wie sie im Silikon Valley kultiviert wird. Ernüchterung ist an die Stelle der Begeisterung über das Internet gewichen, so wie sie in den Anfangsjahren des Internets bestand.

Prof. Dr. Walter Simon ist gebürtiger Hamburger und gelernter Drogist. Nach der Lehre fuhr er zunächst zur See. Anschließend studierte er an der Universität für Wirtschaft und Politik in Hamburg, später an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Un versität in Frankfurt am Main sowie an der Sophia-Universität in Tokio Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit den Abschlüssen Dipl.-Volkswirt und Dipl.-Soziologe. 1978 promovierte er zum Dr. rer. pol. Im gleichen Jahr trat er als Trainee in der AEG-Telefunken AG in das Berufsleben ein und wurde dort Projektleiter der Management-Weiterbildung. 1982 gründete er das Innovationsteam für Produktion und Wirtschaft GmbH (IPW-Training und Consulting GmbH) mit Sitz in Bad Nauheim, aus dem später das Corporate University Center hervorging. Er zählt zu den bekannteren deutschen Wirtschaftstrainern, Zukunftsberatern und Business-Speakern. 2006 gewann er den Internationalen Trainingspreis in Silber. Von 1985 bis 2001 nahm Walter Simon Lehraufträge und Gastprofessuren an in- und ausländischen Hochschulen wahr. Von 1995 bis 2002 hatte er den Lehrstuhl für Unter- nehmensführung an der Business School (University), Wiesbaden, inne. Walter Simon schrieb 200 Artikel und 20 Bücher zu gesellschaftspolitischen und managementtheo- retischen Themen. Zu seinen Kunden gehören: Mittel- und Großunternehmen, Bundes- und Länderministerien, Krankenhäuser, Verbände, Stadtverwaltungen, Forschungsein- richtungen sowie Politiker des In- und Auslandes.

3.3 Das Kernprodukt: Die Suchmaschine


Die meisten Menschen kennen von Google nur die Suchmaschine, also das Ursprungs- und Kernprodukt. Täglich gehen 3,5 Milliarden Suchanfragen ein. Davon werden 525 Millionen, mithin 15 Prozent, erstmals gestellt. Diese Suchmaschine ist ein System von mehr als 1.000 Computern, die an einer Suchanfrage mitwirken. Selbst die schärfsten Kritiker von Google gestehen die faszinierende Leistung des Suchsystems ein. Es ist nicht überzogen, sie als ein sich fortsetzendes Weltkulturerbe zu bezeichnen. In einem Offenen Brief des Vorstandsvorsitzenden der Springer AG, Mathias Döpfner, zur Macht von Google schrieb dieser: „Vergesst Big Brother – Google ist besser.“12 Das zeigte sich auch im Urteil der Nutzer und damit im Ranking der Zugriffe.

Anteil an Suchanfragen
In Deutschland %Weltweit %
Google 90,47Google72,68
Bing (Microsoft) 6,14Bing11,94
Baidu (China).11,72

Google macht keine Angaben zur Anzahl der indexierten Bilder und Dokumente im Suchmaschinensystem. Begründung: Es existiere keine eindeutige Zählweise. Die letzte Zahl stammt aus dem Jahr 2012. Sie wurde mit 30 Billionen URLs beziffert, wovon mehr als 20 Milliarden durchschnittlich täglich gecrawlt werden.

3.4 Innovationssprünge im Eiltempo

In den Anfangsjahren hatte die Suchtechnologie Verständnisschwierigkeiten, die kontinuierlich beseitigt wurden. Durch den Einsatz von KI gab es einen weiten Sprung nach vorne. Zehn Prozent der Sucheingaben beinhalten Fehler. Viele davon werden erkannt. Die Suchtechnologie erkennt Doppeldeutungen von Wörtern, kann Synonyme zuordnen, Wörter und Sätze ergänzen, Grammatik korrigieren und Nachrichten, Bilder und Videos kombinieren. Im Zweifelsfall bietet das System bei Verdacht auf Falschschreibung eine Alternative: „Did you mean:“ Neuerdings findet die Suchmaschine den Text zu Liedern, wenn die Melodie kurz vorgesummt wird. Ein Melodiefragment reicht, um das Lied auf den Bildschirm zu bringen. Ein nächster großer Schritt wird darin bestehen, dass Google Search nicht nur Fragen schneller und klüger beantwortet, sondern sich mit dem Nutzer unterhalten kann. Es gilt: Je mehr Fragen, desto bessere Antworten.

Pro Jahr werden etwa 1.000 leistungssteigernde Veränderungen an der Sucht