Eine Einführung von Georg W. Schmidt
Ausgangssituation der Pfflanzenregeneration
Zu Pfingsten 1924 hielt Rudolf Steiner auf Bitten einiger Landwirte in Koberwitz acht Vorträge über „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihender Landwirtschaft“, den sog. „Landwirtschaftlichen Kurs“. Als Teilnehmer dieses Kurses zur Begründung zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise konnte Martin Schmidt zunächst auf zwei Höfen im Harz und an der Ostsee erste Erfahrungen sammeln in der Anwendung dieser neuen Landbaumethode. Auf dem Landgut Hessel mit seiner Mittelgebirgslage im rauhen Eichsfeld von Westthüringen ergab sich anschließend die Möglichkeit, diese neu begründete ökologische Landbaumethode zur Bewährung zu bringen. Auf einer Gesamtfläche von 250 ha konnten die Bereiche Acker- und Gartenbau in dem Zeitraum von 1936 bis 1945 auf diese neue Betriebsweise umgestellt werden. Auch in den dazugehörigen Waldflächen bewirkten die Maßnahmen einer naturgemäßen Waldwirtschaft den Übergang in einen widerstandsfähigen Dauerwald hinein.
Alle in diesen Hof integrierten Tier- und Pflanzenarten zeigten – bis auf einige Ausnahmen – die gesundenden Reaktionen einer biologisch-dynamischen Bewirtschaftung, die sich auch in der Qualität und den Erträgen deutlich bemerkbar machten.
Nach Verlust des Hofes durch die Kriegseinwirkungen 1945 entschloss sich Martin Schmidt, sich nur noch der Pflanze zu widmen, die so geschädigt und abgebaut war, dass sie mit keiner Maßnahme der biologischen und dynamischen Bewirtschaftung wieder ihre Leistung erreichen konnte. Es handelt sich hierbei um eine sich auf dem Hof befindliche Winterroggensorte, deren weitere Untersuchung als unbeweglich und erstarrt, sowie isoliert gegenüber dem Lebensraum des Hofes und seiner irdisch-kosmischen Umgebung erkannt wurde.
Dieser Einzelfall, einer gegen Mitte des Jahrhunderts soweit geschädigten Nahrungspflanze führte jedoch zu der Schlussfolgerung, dass durch die sich intensivierenden Zucht- und Anbaumethode