: Birgit Waßmann
: Mysterium der Drachenreiter
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740724221
: 1
: CHF 6.10
:
: Fantasy
: German
: 402
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Was hat das Verschwinden von Studenten aus einem Universitätslesesaal am helllichten Tage mit dem Auftauchen geheimnisvoller Flugdrachen zu tun? Steckt womöglich ein ominöser Geheimorden dahinter? Die junge Studentin Alicia, eine Augenzeugin der mysteriösen Vorkommnisse, wird kurz darauf von einem Mann kontaktiert, der alles andere als vertrauenswürdig erscheint. Zu spät wird Alicia klar, dass sie sich auf gefährliches Terrain begibt, wenn sie heimlich Nachforschungen anstellt, um mehr über die verdächtige Drachenbruderschaft herauszufinden. Schon bald hat sie die Aufmerksamkeit des Hohen Rates auf sich gezogen, einer Instanz des Ordens, der man besser aus dem Wege geht.

Birgit Waßmann war Bankkauffrau und studierte Pädagogik, bis sie die geheimnisvolle Welt der Spiritualität und Parapsychologie für sich entdeckte. Eine zeitlang arbeitete sie als mediale Beraterin und hat mehrere Bücher zum Thema spirituelle Krisen veröffentlicht. Nun hat sie sich entschlossen, einen Abstecher in die Fantasy-Welt zu unternehmen. Dies ist ihr zweiter Fantasy-Roman.

Ankunft der Flugdrachen


Geistesabwesend schaute Alicia in den trüben Herbsthimmel mit seinem bleiernen Grau. Nur das Grünrot der Bäume und Sträucher vor dem Fenster unterbrach das triste Einerlei. Die Grasflächen waren von einem Meer an Herbstblättern übersät, die als lebhafte Farbtupfer alles mit einem weichen Teppich überdeckten.

Ein lautes, schepperndes Geräusch riss die Studentin unsanft aus ihrer träumerischen Stimmung. Die Stille in dem Bibliothekssaal, in dem sie sich aufhielt, wurde jäh unterbrochen, weil sich die Rollläden vor den Fenstern wie von Geisterhand in Bewegung gesetzt hatten. Sie wurden bei Sonneneinstrahlung, durch einen eingebauten Mechanismus in Gang gesetzt, automatisch geschlossen. Doch heute fuhren die Rollläden entgegen der Norm, trotz der trüben Witterung, die draußen herrschte, herunter.

Der mangelnde Lichteinfall tauchte den Lesesaal in ein dämmriges Halbdunkel. Die Köpfe der zahlreichen Studenten an den Lesepulten fuhren hoch, teils irritiert, teils erwartungsvoll. Sie rechneten jeden Augenblick damit, dass sich die Beleuchtung über ihren Arbeitsplätzen selbständig einschaltete. Als dies nicht geschah, ging ein Raunen durch den Saal. Stühle wurden gerückt und Unruhe machte sich breit. Einzelne verließen kopfschüttelnd ihre Plätze. Sie v