: Harald Müller
: Der zweite Urknall Wohin, Mensch?
: Books on Demand
: 9783757848538
: 2
: CHF 7.90
:
: Kulturgeschichte
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Buch vertieft und beschreibt auf breiter Front mögliche Wege in die Zukunft. Vieles wird anders sein, im Guten und im Bösen. Die menschliche, biologische Intelligenz kann nicht unendlich wachsen. Folgt ihr die rasend steigende künstliche Intelligenz? Was ist diese überhaupt? Wohin steuert die Verflechtung Menschheit + KI? Wer sind wir? Wohin gehen wir? Der Blick in die Zukunft muss so viel wie möglich erfassen von dem, was der Inhalt unseres Lebens und Denkens ist: Bewusstsein, Wahrnehmung und Realität, die quälenden Entitäten-Probleme der modernen Physik, Krieg und Frieden, Freiheit und freier Wille, Recht und Unrecht, Leben und Tod, künstliche Evolution und vieles mehr. Entlang solcher Fragen bewegen sich auch vorher veröffentlichte Bücher desselben Autors: Analiza si sinteza modulara (rumänisch); Wohin Musik? (deutsch).

Harald Müller, geboren in Rumänien, Hochschullehrer in Bukarest und Düsseldorf, Buchautor und Journalist, verfolgt kontinuierlich das Werden in Natur und Gesellschaft, mit seinen erreichten Höhen in Wissenschaft und Kunst. Ziel seines Strebens sind unvoreingenommene Ist-Darstellungen und Zukunftsprojektionen.

B. GLAUBEN UND WISSEN


Das Wort „Glaube“ wird eher mit Bekenntnissen zu Mystischem, Übernatürlichem sowie zu religiösen Dogmen in Verbindung gebracht. Objektiv betrachtet steht der Begriff jedoch nur für eine subjektive Einstellung, für Überzeugungen, deren Wahrheitsgehalt nicht oder nicht gründlich hinterfragt wurden, oder auch wenn der Gläubige etwas anderes nicht wahrhaben will.

In diesem Sinne muss unterschieden werden zwischen mystischem Glauben, der widerspruchslos angenommen wird, und wissenschaftlichen Überzeugungen. Diese können auch falsch sein. Doch sie können und werden hinterfragt, unter Umständen auch fallen gelassen – das unterscheidet sie von der Mystik.

Der Sinn des Zweifelns wurde uns schon in der Schule im Mathematikunterricht geliefert. Ein Axiom ist eine Aussage, die nicht bewiesen werden kann, die dennoch als wahr angenommen wird und zusammen mit anderen Axiomen als Ausgangspunkt für Herleitungen dient. Dadurch wird das Beobachtete verstanden und neue Erkenntnisse werden erworben. Axiome sind unerlässlich. Man muss eben von irgendetwas ausgehen, woran man glaubt. An diesem Glauben hält man fest, solange sich kein Widerspruch zeigt.

Schon immer haben sich Wissenschaftler die Frage gestellt, wieso ein Axiom als wahr und richtig deklariert werden darf, obwohl es dafür keine Beweise gibt. Die Antwort ist einf