Die Hände in den Taschen, den Kragen seines Pelzes emporgezogen, ging Frank durch das Schneegestöber die einsame Adelaide Road hinunter. Es war spät abends. Als er sich der kleinen Villa näherte, wo er wohnte White Rose, ganz versteckt, eingehüllt, versunken unter der weißen Schneedecke, wie ein Nestchen in Watte , sah er jemanden von Primrose Hill aus auf sich zukommen. Er richtete seinen Blick fest auf das Gesicht des Mannes, der ihn offenbar ansprechen wollte, nicht wissend, was dieser in der einsamen Schneenacht im Schilde führen mochte, und er war sehr erstaunt, als er in seiner Muttersprache die Worte hörte: »Verzeihen Sie sind Sie nicht Herr Westhove?«
»Ja«, antwortete Frank. »Wer sind Sie? Was wünschen Sie?«
»Ich bin Robert van Maeren, vielleicht erinnern Sie sich «
»Bertie, du?«, rief Frank aus. »Wie kommst du denn nach
London?«
Und vor seinem erstaunten Geist sah er durch das Schneetreiben hindurch eine Erscheinung aus seiner Jugend aufsteigen, ein helles Bild von Jugendfreundschaft, etwas Frisches und Warmes
»Vielleicht nicht so ganz zufällig«, versetzte der Fremde, dessen Stimme bei dem vertrauten »Bertie« etwas fester klang. »Ich wusste, dass du hier wohnst, und ich bin schon drei Mal bei dir gewesen, aber du warst nicht zu Hause. Deine Haushälterin sagte, du würdest noch am Abend nach Hause kommen, und da bin ich so frei gewesen, auf dich zu warten «
Die Stimme verlor wieder ihre Festigkeit und wurde flehend wie die eines Bettlers.
»Musst du mich denn so dringend sprechen?«, fragte Frank erstaunt.
»Ja ich wollte hören ob du mir vielleicht helf