Auf dem Weg zum Ausgang fragte ich mich, warum ich eigentlich nicht jubelte vor Glück. Ich hatte es doch geschafft! Aber irgendwie auch nicht, dachte ich und blieb vor dem Schwarzen Brett neben der Pförtnerloge stehen. Theaterkritiken, Probenpläne, Umbesetzungsinfos, eine Traueranzeige für einen ehemaligen Schauspieler. Mein Blick fiel auf einen tanzenden Vogel, der mit wenigen Strichen auf ein Stück Papier gekritzelt worden war. Darunter der Hinweis, dass in einer Künstler-WG noch Zimmer frei wären.
Ich fotografierte den Zettel, winkte dem Pförtner zum Abschied und trat durch die Tür ins Freie. Augenblicklich wurde ich von einer eiskalten Böe in Empfang genommen. Meine dunklen Haare, die ich beim Vorsingen offen getragen hatte, wehten mir vor die Augen. Ich strich sie zur Seite und schaute einem Typen zu, der sich beim Besteigen der Treppe sehr gegen den Wind stemmen musste. Er war blond und sehr schmal. Schätzungsweise Mitte zwanzig, so wie ich. Als er oben war, hielt ich die Tür auf. Er heiße Wagn