: Alexandra Bracken
: Silver in the Bone. Brich den Fluch, bevor der Fluch dich bricht (Die Hollower-Saga 1) Epische Fantasy über eine junge Schatzjägerin auf den Spuren der Artuslegende
: Arena Verlag
: 9783401810638
: 1
: CHF 13.50
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 592
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Auftakt von Bestsellerautorin Alexandra Brackens neuem Fantasyepos, inspiriert von der Artuslegende und voller Action, Verrat und Liebe Ohne die Fähigkeit, Magie zu sehen, gilt Tamsin als Außenseiterin unter den Hollowern. Das hindert sie jedoch nicht daran, wie die anderen Mitglieder der Gilde die ganze Welt nach legendären Artefakten zu durchkämmen. Als der Auftrag einer Zauberin sie auf die Spur eines Gegenstandes führt, der den Fluch ihres Bruders brechen könnte, beginnt für Tamsin ein Wettlauf gegen die Zeit. Andere Hollower sind ebenfalls hinter dem Artefakt her, darunter auch ihr Rivale Emrys. Ihre Suche führt sie direkt nach Avalon, den Ursprung aller Magie. Aber mit ihrem Auftauchen wecken sie eine uralte Gefahr. Denn auch auf dem magischen Land liegt ein dunkler Fluch ... und diese Dunkelheit bedroht bald auch ihre eigene Welt. Eine zynische Außenseiterin, ihr verfluchter Bruder, der arrogante Goldjunge der Schatzjägergilde und eine naive Zauberin - sie alle haben unterschiedliche Ziele. Doch nur gemeinsam können sie Avalon und ihre eigene Welt retten.   Voller Magie, Gefahr, Liebe und Herzschmerz. Brackens Geschichten stürzen Leser*innen in eine Welt voller Legenden, die man nie mehr verlassen möchte. Leigh Bardugo, Bestsellerautorin der Grisha-Verse-Romane   Weitere Titel der Autorin beim Arena Verlag: LORE. Die Spiele haben begonnen. Sie kämpft um ihr Leben

Alexandra Bracken ist in Arizona geboren und aufgewachsen, wo sie heute auch wieder mit ihrem Hund Tennyson lebt. Nach einem Studium in Geschichte und Englisch und einem Job im Verlagswesen schreibt sie inzwischen in Vollzeit. Sie ist unter anderem bekannt für ihre Reihe 'The Darkest Minds', die verfilmt wurde. Mit 'LORE' eroberte sie zuletzt die Spiegel-Bestsellerlisten. Bes che die Autorin unter www.alexandrabracken.com und auf Twitter und Instagram unter @alexbracken.

Lancashire, England

Das Erste, was man als Hollower lernte, war, niemals seinen Augen zu trauen.

Natürlich drückte Nash es anders aus:Alle Zauberei ist zur Hälfte Illusion. Die andere Hälfte war leider blutgetränkter Horror.

Doch in diesem Moment hatte ich keine Angst. Ich war wütend wie eine fauchende Katze.

Sie hatten mich zurückgelassen. Mal wieder.

Ich stützte die Hände zu beiden Seiten des Schuppentürrahmens ab und lehnte mich so nahe zu dem magischen Korridor vor, wie ich konnte, ohne hindurchzuschreiten. Hollower nannten diese dunklen Tunnel »Adern«; sie brachten einen binnen eines Augenblicks von einem Ort zum anderen. In diesem Fall zur Gruft einer längst verstorbenen Zauberin, in der sich ihr kostbarster Besitz befand.

Ich schaute auf dem gesprungenen Display von Nashs uraltem Mobiltelefon nach der Zeit. Achtundvierzig Minuten waren vergangen, seit ich sie in die Ader verschwinden sah. Ich konnte nicht schnell genug laufen, um sie einzuholen, und sollten sie mein Rufen gehört haben, hatten sie es ignoriert.

Das Display wurde schwarz, als der Akku schließlich aufgab.

»Hallo?«, rief ich und griff nach dem Schlüssel, den sie im Schloss gelassen hatten – ein Fingerknochen der Zauberin, in ein wenig von ihrem Blut getaucht. »Ich gehe nicht zurück ins Lager, also könnt ihr mir genauso gut gleich verraten, wann es sicher ist reinzukommen! Hört ihr mich?«

Einzig der Korridor antwortete, indem er ein Schneegestöber ausspie. Super. Die Zauberin Edda hatte beschlossen, ihre Reliquiensammlung irgendwo unterzubringen, wo es noch kälter als im winterlichen England war.

Die Tatsache, dass Cabell und Nash nicht antworteten, bescherte mir ein mulmiges Gefühl. Doch Nash hatte sich noch nie von Gefahr abschrecken lassen, und er sollte feststellen, dass ich mich auch von niemandem abhalten ließ, am allerwenigsten von dem Mistkerl, der mein Vormund war.

»Cabell?«, fragte ich lauter. Die Kälte packte meine Worte und machte sie zu weißen Wolken in der Luft. Ein Schauer durchfuhr mich. »Ist alles in Ordnung? Ich komme rein, ob ihr wollt oder nicht!«

Selbstverständlich hatte Nash Cabell mitgenommen. Cabell war ihmnützlich. Aber we