Katharina, Gegenwart
Sie griff sich in den Nacken, hob das dicke schwarze Haar an und steckte es mit geübtem Griff hoch. Es war glatt und schimmerte wie poliertes Ebenholz. Sie hatte es von ihrer Mutter geerbt. Olympias Haare waren etwas ganz Besonderes gewesen. Andreas, Katharinas Vater, hatte oft davon erzählt, dass die Kombination aus dem im Wind schwingenden Haar und dem frohen Lachen ihn unmittelbar ins Herz getroffen habe. Er hatte sich so sehr in ihre Mutter verliebt, dass er keinen Augenblick seines Lebens mehr ohne sie verbringen wollte.
Die Verbindung zwischen ihren Eltern war einzigartig gewesen, das hatte man immer gespürt. Natürlich hatten sie auch mal gestritten, waren laut und emotional geworden, doch stets hatte si