: Y. M. Aküzüm
: Der Kreator Das Dunkle in uns
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740724191
: 1
: CHF 8.80
:
: Science Fiction
: German
: 624
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
In der Fortsetzung der Kreator-Trilogie prallen Welten aufeinander. Der brüchige Friede war nie in größerer Gefahr. Keylam Baine versucht fieberhaft, die Daten der künstlichen Intelligenz zu entschlüsseln. Sein an Besessenheit grenzender Eifer führt ihn in ein persönliches Drama, das ihn aus der Bahn zu werfen droht. Juna wird unterdessen immer mehr in den Bann der Retrobewegung gezogen und erfährt schmerzhaft, wie gefährlich es ist, sich mitreißen zu lassen. Die Distanz zwischen den Liebenden bringt beide näher an ihre persönlichen Ziele, treibt sie dabei jedoch auseinander. Während all dessen bricht eine junge Frau aus dem Wildland in das Abenteuer ihres Lebens auf. Zusammen mit einem Begleiter hat sie den Auftrag übernommen, nach einer Lösung für das Energieproblem ihrer Siedlung zu suchen. Während der gefährlichen Reise erwacht ihre Neugier auf die Städter. Das Ziel scheint mit Händen greifbar, doch für Mana gibt es Grenzen, im Gegensatz zu ihrem Begleiter.

Y. M. Aküzüm, Jahrgang 1976, geboren und aufgewachsen in Winterthur, Schweiz, entdeckte das literarische Schreiben Ende 2018. Ihr Erstlingswerk, eine utopische Trilogie, obwohl in nicht allzu ferner Zukunft spielend, ist vollgepackt mit aktuellen Themen, die zum Nachdenken anregen. Problematiken und Sinnesfragen werden angesprochen, teilweise absichtlich nur sanft gestreift, und regen zum Diskutieren an. Mit ihrer Soft-Science-Fiction möchte die Autorin insbesondere auch die Leserschaft ansprechen, welche dem Genre Science-Fiction oft kritisch gegenübersteht. Website: https://www.die-kreatorin.ch

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Mit heftig klopfendem Herzen streifte er durchs Dickicht. Schweißperlen rannen ihm über die Stirn und ließen seine halblangen Haare daran kleben. Behutsam setzte er einen Schritt nach dem anderen und achtete darauf, auf keinen dürren Zweig zu treten. Die spitzen Blätter und Dornen der Sträucher zerkratzten seine Unterarme. Das nächste Mal würde er daran denken, eine Jacke anzuziehen. Das diffuse Licht der beginnenden Dämmerung erschwerte seine Suche, aber angestrengt hielt er die Augen weit offen und suchte nach seinem Ziel. Er wollte schon aufgeben, als er etwa zehn Meter vor sich eine Bewegung wahrnahm. Er duckte sich und verharrte mucksmäuschenstill. Besser hätte es für ihn nicht laufen können. Einen Rothirsch aufzuspüren, das gelang nicht jedem. Nichtsahnend stand das imposante Tier vor einem Baum und zerrte ein Stück Rinde ab.

Im Zeitlupentempo setzte der junge Späher sein altes Jagdgewehr an und versuchte, besonders genau zu zielen. Da vernahm er ein kaum vernehmbares Geräusch hinter sich und spürte eine Hand auf seiner Schulter.

»Warte, Demetrio«, flüsterte sie so leise, dass er sie kaum verstand. Sie kauerte sich neben ihn und gab ihm zu verstehen, sich hinzulegen, damit er besser zielen konnte.

»Atme flach und ziele genau auf sein Herz. Du willst es nicht verletzen und unnötig verän