Mit heftig klopfendem Herzen streifte er durchs Dickicht. Schweißperlen rannen ihm über die Stirn und ließen seine halblangen Haare daran kleben. Behutsam setzte er einen Schritt nach dem anderen und achtete darauf, auf keinen dürren Zweig zu treten. Die spitzen Blätter und Dornen der Sträucher zerkratzten seine Unterarme. Das nächste Mal würde er daran denken, eine Jacke anzuziehen. Das diffuse Licht der beginnenden Dämmerung erschwerte seine Suche, aber angestrengt hielt er die Augen weit offen und suchte nach seinem Ziel. Er wollte schon aufgeben, als er etwa zehn Meter vor sich eine Bewegung wahrnahm. Er duckte sich und verharrte mucksmäuschenstill. Besser hätte es für ihn nicht laufen können. Einen Rothirsch aufzuspüren, das gelang nicht jedem. Nichtsahnend stand das imposante Tier vor einem Baum und zerrte ein Stück Rinde ab.
Im Zeitlupentempo setzte der junge Späher sein altes Jagdgewehr an und versuchte, besonders genau zu zielen. Da vernahm er ein kaum vernehmbares Geräusch hinter sich und spürte eine Hand auf seiner Schulter.
»Warte, Demetrio«, flüsterte sie so leise, dass er sie kaum verstand. Sie kauerte sich neben ihn und gab ihm zu verstehen, sich hinzulegen, damit er besser zielen konnte.
»Atme flach und ziele genau auf sein Herz. Du willst es nicht verletzen und unnötig verän