: Katherine Collins
: Liebe wider die Vernunft
: dp Verlag
: 9783987783371
: 2
: CHF 3.50
:
: Erzählende Literatur
: German

Eine eigensinnige Lady, die Suche nach der Liebe und ein unerwartetes Abenteuer…
Der kurzweilige Regency Roman für ein gemütliches Lesevergnügen

ngland, 1815: Lady Natalia ist die jüngste Tochter des Duke of Kent und wild entschlossen, die wahre Liebe zu finden. Wer wäre als Kandidat besser geeignet als der gutaussehende Earl of Leichester? Doch auf dem Weg zu ihrer heimlichen Verlobung führt eins zum anderen und plötzlich befindet sich Natalia zusammen mit dem unerschrockenen Schotten MacAllister auf der Flucht…

Dies ist eineüberarbeitete Neuausgabe des bereits erschienenen TitelsLiebe wider die Vernunft.

Erste Leser:innenstimmen
„Der schweigsame Highlander und die rebellische Adlige– eine perfekte Kombination!“
„Eine kurzweilige Lektüre zum Träumen und Genießen.“
„Leidenschaftliche Liebesgeschichte mit faszinierenden Charakteren!“
„Gefühlvoll und spannend bis zum Schluss.“
„Eine mitreißende Geschichte voll mit Romantik, Drama undüberraschenden Wendungen.“



Katherine Collins lebt mit ihren zwei kleinen Töchtern in einem kleinen Dörfchen inmitten des Vest. Seit 2014 veröffentlicht sie historische Liebesromane sowohl in Verlagen, als auch als Selfpublisher. Unter dem Pseudoym Kathrin Fuhrmann schreibt die Autorin Liebesgeschichten, die mal mit Crime und mal mit Fantasy unterlegt sind.

1


Lady Natalia und die Liebe


London, Cormack House, Sommer 1815

Lady Natalia Mannings grinste zufrieden. Ihre Mutter, die Duchess of Kent, war in ein Gespräch mit ihrer Schwester, der Viscountess of Suffolk, vertieft und damit waren beide abgelenkt. Das traf sich hervorragend, denn Natalia hatte etwas recht Ungeheuerliches vor. Selbst für sie, die Tochter eines hoch angesehenen Dukes, war es ein Wagnis, sich mit einem Verehrer zu treffen. Privat. Aber es war etwas, was Natalias Herz schneller schlagen ließ. Was ihre Fantasie beflügelte und den Abend erst richtig aufregend machte. Sie traf sich heimlich mit einem Gentleman! Mit ihrem Galan! Mit ihrem etwas in Verruf gekommenen Verehrer, zumindest wenn man dem Gerücht Glauben schenkte, er sei ein Mitgiftjäger, wie Tante Marie erst kürzlich Natalias Mutter gegenüber verächtlich festgestellt hatte. Sie verkniff sich gerade noch zu kichern. Ihr Vater befand sich nicht in der Hauptstadt und so musste sie lediglich einem Dutzend Verwandter unbemerkt entrinnen. Aber das traute sie sich zu.

Sie sah sich um. Der Abend strebte seinem Höhepunkt entgegen und alle Anwesenden befanden sich im Ballsaal oder den angrenzenden Räumen. Die Flügeltüren zu der Terrasse und der Gartenanlage standen sperrangelweit offen und ließen hin und wieder einen Hauch kühler Abendluft herein.

Leichester hatte sie erst vor wenigen Augenblicken aus dem Saal gehen sehen. Charles. Sie erschauerte angenehm. Noch hatte sie nicht gewagt, ihn bei seinem Taufnamen zu nennen. Noch nicht. Die Zeit war dazu noch nicht reif, sagte sie sich. Bisher hatten sie sich lediglich ihr Sehnen eingestanden und ein paar zaghafte Küsse getauscht. Er war so ein vollendeter Gentleman!

Natalia seufzte verzückt und gelangte während ihres verträumten Rundumblicks wieder bei ihrer Mutter an. Es war Zeit. Sie wandte sich den Damen zu.

»Mama?« Sie berührte den Arm der Duchess leicht, die sich sofort zu ihr umwandte – eine Frage in den feinen Zügen. Natalia lächelte beruhigend.

»Ich habe gerade einen Blick auf Clarissa erhascht«, behauptete sie. Tatsächlich war sie sich recht sicher, dass sich die angeheiratete Cousine mit ihrem Gatten nicht in der Stadt aufhielt. »Und ich dachte, ich frage sie schnell, ob sie Nachricht von Amelie hat.«

Die Duchess runzelte die Stirn. »Clarissa?«

Sie wandte sich zur Schwester um, der Schwiegermutter besagter Lady. Lady Suffolk schüttelte den Kopf.

»Sie sind in Bath.«

Natalia biss sich auf die Lippe. Wie dumm, dass sie daran nicht gedacht hatte! Natürlich residierten Jonathan und Clarissa Beaufort in Beaufort House und damit wusste Tante Sarah genau Bescheid! Natalia suchte schnell einen anderen guten Grund, warum sie die Aufsicht der Mutter verlassen musste.

»Ich bin mir ziemlich sicher«, murmelte sie dabei und sah wieder in die Menge. Ihre Cousine fiel ihr ins Auge.

»Oh!« Schnell drehte sie sich wieder um und entdeckte Lady Argyll. »Cousine Marie! Sie weiß bestimmt etwas!«

Die Duchess of Kent hob eine schmale Braue. Roch sie den Braten? Nervös verkrampfte Natalia ihre Finger in ihrem Rock.

»Amelies letzter Brief war so nichtssagend!«, hob sie dünn hervor. »Findest du nicht?« Tatsächlich waren die Nachrichten der um ein Jahr älteren Tochter aus dem Hause Kent sehr dürftig ausgefallen. Ein jeder von ihnen lechzte nahezu nach Neuigkeiten.

Die Duchess seufzte. »Wie recht du hast, Natalia.« Dennoch schien sie Natalia nicht gehen lassen zu wollen.

»Es ist mir ernsthaft wichtig, Mama .«

Einen Moment blieb die Miene der Mutter abweisend, dann legte sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen.

»Also schön, mein Kind. Bitte halte dich nicht unnötig auf.«

Sollte heißen: Erlaubt wurde ein direkter Gang zur Cousine, die sie a