: Mandy Baggot
: Winterzauber in London Roman
: Goldmann Verlag
: 9783641307165
: 1
: CHF 7.10
:
:
: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wunderbar winterlich und zum Dahinschmelzen romantisch – der neue Weihnachtsbestseller von Mandy Baggot.

Die alleinerziehende Londonerin Anna hat nach ihrer Scheidung den Glauben an die Liebe verloren. Ablenkung findet sie in den Weihnachtsvorbereitungen, denn sie möchte ihrer Tochter Ruthie ein unvergessliches Fest schenken. Dann begegnet sie dem charmanten Footballstar Sam, der nach einer bestürzenden Nachricht nach London geflohen ist. Kurz entschlossen nehmen Anna und Ruthie Sam bei sich auf. Und während die Stadt im Glanz der Lichter erstrahlt und funkelnde Schneeflocken auf Straßen und Plätze herabtanzen, kommen Anna und Sam sich näher, und Anna fühlt: Dieses Weihnachten könnte doch das Fest der Liebe werden …

Mandy Baggot ist preisgekrönte Autorin romantischer Frauenunterhaltung. Sie hat eine Schwäche für Kartoffelpüree und Weißwein, für Countrymusic, Reisen – und natürlich für Weihnachten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Töchtern in der Nähe von Salisbury.


Kapitel
Zwei


Dr. Monroes Büro, Cincinnati


Der Kaffee hier war immer gut. Für ein Krankenhaus war das ungewöhnlich. Sam Jackman legte beide Hände um den Pappbecher mit der dunklen Flüssigkeit und genoss die Wärme, während er darauf wartete, dass der Arzt zum verabredeten Termin erschien. Draußen war es bitterkalt, und wenn es sich aufwärmte, dann nur so weit, dass man mit Schnee rechnen musste.

Sam hatte Kälte nie gemocht, aber er war daran gewöhnt. In seiner Kindheit galt Heizen als Luxus, und die Heizung wurde nur aufgedreht, wenn die Temperaturen unter null fielen. Seine Mum und sein Dad hätten sich nie als »arm« bezeichnet.Wir sind mit einem Dach über dem Kopf, Essen im Magen und Gottes Liebe gesegnet. Aber nach den Maßstäben der meisten Menschen waren sie es.

Sie hatten ein Secondhandleben geführt. Secondhandschulbücher, Gebrauchtwagen und selbst genähte Kleidung, für die ihn seine Kumpels förmlich in Stücke gerissen hatten. Seine kleine Schwester Tionne hatte das allerdings viel schwerer getroffen. Wie konnte sie mit ihren Freundinnen mithalten – die Pink verehrten und in der Mall einkauften –, wenn sie wie eine abgeerntete Zuckerrohrstange aussah? Mittlerweile war das vorbei. Dafür sorgte er. Ihr Insta-Account war der beste Beweis. Früher hatte man sie wegen ihrer Kleidung verspottet, nun war Tionne Influencerin. Sam war mächtig stolz auf sie.

Er nahm den Becher in eine Hand und zog am Kragen seines Wollmantels. Es war ein Designerstück, für das er über tausend Dollar hingeblättert hatte. Ihm war klar, dass er seinen Eltern niemals erzählen durfte, wie viel Geld er für ein Kleidungsstück ausgegeben hatte. Er musste selbst zugeben, dass er vor dem Kauf gezögert und schnell zum Ständer mit den Sonderangeboten hinübergeschaut hatte: Vielleicht war Nylon die neue Wolle, wenn man auf diese Weise billiger davonkam … Offenbar konnte man einen Menschen aus Winton Hills herausholen, Winton Hills aber nicht aus einem Menschen. Er musste sich immer noch an die Tatsache gewöhnen, dass er mittlerweile ein reicher Mann war. Und wie würde es erst werden, wenn er zur besten Football-Mannschaft der Vereinigten Staaten wechselte, den Dallas Diggers? Der Deal war fast besiegelt und würde ihn zum bestverdienenden Spieler aller Zeiten machen – so hieß es jedenfalls. Die Details des Vertrags überließ er seiner Managerin, Frankie, aber er wusste, dass Tionne, seine Eltern und er selbst nie wieder Geldsorgen haben müssten. Es sei denn, dieser Termin jetzt hatte einen anderen Zweck, als ihm mitzuteilen, dass alle Untersuchungen in Ordnung waren. Doch vielleicht waren sie das gar nicht. Vielleicht war das vor ein paar Wochen doch keine Gehirnerschütterung gewesen. Der Zusammenstoß hatte ihn ein paar Tage außer Gefecht gesetzt, mit Kopfschmerzen und Übelkeit, wie zu erwarten, selbst Advil hatte dieses Mal nichts bewirkt. Sein bester Freund bei den Bisons, Chad, war mindestens zweimal am Tag vorbeigekommen. Und wenn Sam nicht an sein Telefon gegangen war, hatte Chad ihm