GEBOREN-WERDEN UND STERBEN
HABEN VIELES GEMEINSAM
„Geburt und Tod sind in einen ewigen Kreislauf des
Werdens eingefügt, in dem das Leben mit dem Tod und der Tod
mit dem Leben identifiziert werden.“ (Zirfas, 2014, S. 330)
Abbildung 2: Der ewige Kreislauf von Geburt und Tod
Der Sterbevorgang ist bei Weitem nicht der erste Loslassprozess im Leben eines Menschen, wohl aber der, den wir besonders tief greifend und existenziell erfahren. Mit der Geburt erleben wir erstmals und beispiellos, dass dem Loslassen nicht der Untergang folgt, sondern dass sich dadurch neues Leben entfaltet und sich das Leben wandelt. Geburt und Tod haben viele Gemeinsamkeiten, und das Bewusstsein, dass beide Prozesse dem Leben zutiefst zugehörig sind, setzt wertvolle Sichtweisen und Entwicklungen in Gang.
Die Unverfügbarkeit von Geburt und Tod
„Das kulturelle Antriebsmoment jener Lebensform,
die wir modern nennen, ist die Vorstellung, der Wunsch und das
Begehren, Welt verfügbar zu machen.“ (Rosa, 2019, Kapitel 1–2, Minute 01:36)
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