KAPITEL II
THEORIEN ÜBER DIE VERZWEIGUNG DER NATUR
In meinem letzten Vortrag habe ich das Konzept der Materie als die Substanz, deren Eigenschaften wir wahrnehmen, kritisiert. Diese Denkweise der Materie ist meines Erachtens der historische Grund für ihre Einführung in die Wissenschaft, und sie ist immer noch die vage Sichtweise im Hintergrund unseres Denkens, die die gegenwärtige wissenschaftliche Doktrin so offensichtlich erscheinen lässt. Wir stellen uns nämlich vor, dass wir die Eigenschaften der Dinge wahrnehmen, und die Materieteile sind die Dinge, deren Eigenschaften wir wahrnehmen.
Im siebzehnten Jahrhundert erhielt die süße Einfachheit dieses Aspekts der Materie einen herben Schock. Die Übertragungslehren der Wissenschaft befanden sich damals im Prozess der Ausarbeitung und waren am Ende des Jahrhunderts unbestritten, auch wenn ihre besonderen Formen seither verändert wurden. Die Etablierung dieser Übertragungstheorien markiert einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen Wissenschaft und Philosophie. Die Lehren, auf die ich hier besonders anspiele, sind die Theorien über Licht und Schall. Ich zweifle nicht daran, dass diese Theorien schon vorher als offensichtliche Vorschläge des gesunden Mensc