: Sabrina Klein
: Mahrla Der erste Teil der Adra-Trilogie
: TWENTYSIX LOVE
: 9783740724108
: Adra-Trilogie
: 1
: CHF 3.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 272
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die siebzehnjährige Tahira musste in ihrem Leben viele Verluste erleiden: Ihren Vater lernte sie nie kennen, ihre Mutter verschwand eines Abends spurlos, ebenso ihre Schwester. Ihre Stiefmutter Susanna und ihr bester Freund Jannik sind der einzige Halt in Tahiras Leben - bis sie plötzlich auf ein Familiengeheimnis stößt, welches das Verschwinden ihrer Verwandten erklären könnte. Gemeinsam mit Jannik begibt sie sich auf eine gefährliche Reise in eine unbekannte Welt. Auf der Suche nach ihrer Familie findet sie nicht nur einen Teil von sich selbst, sondern auch die Liebe und sämtliche Probleme, die diese mit sich bringt. Doch sollte sie sich nicht besser von dem geheimnisvollen Darihn fernhalten, der ihr Herz so hochschlagen lässt? Kann sie ihm vertrauen?

Sabrina Laura Klein, geboren 1999 in Saarbrücken, widmet sich neben dem Psychologie-Studium mit großer Freude dem Schreiben. Fantasie und Kreativität waren immer ein wichtiger Teil ihres Lebens. Bereits in ihrer Kindheit fing sie an, Texte und Gedichte zu verfassen, bis sie schließlich im Alter von fünfzehn Jahren den Roman Mahrla zu schreiben begann. Nach einer Pausierung griff sie diesen nach dem Abitur 2018 wieder auf und brachte ihn zu Ende. Es stand bereits fest, dass er Teil einer Trilogie werden sollte - die folgenden Bände Palela und Kavala der Adra-Trilogie schrieb sie im Anschluss bis Ende 2022 fertig.

Kapitel 1


Ich spüre den kühlen Abendwind und höre in seinen Böen die Blätter der Bäume über mir bedrohlich rauschen. Der Luftzug nimmt immer stärker zu und mich beginnt es zu frösteln. Ich weiß nicht, wo ich bin - oder wie ich hierhergekommen bin. Um mich herum wird es immer dunkler und ein Schauder kriecht mir über den Rücken. Die Nachtluft umhüllt mich wie ein Kokon, doch ich muss mich vor der schaurig-schönen Illusion in Acht nehmen. In der Ferne höre ich die Schreie der Fledermäuse – verwunderlich, dass ich mich nach dieser langen Zeit noch so gut an die Geräusche des Waldes erinnern kann. Die dunklen Wolken am Himmel kann ich in der Dunkelheit mehr erahnen als wirklich sehen, doch schon bald spüre ich die ersten Regentropfen im Gesicht. Ich weiß, dass ich schleunigst hier weg muss, mit einem Gewitter im Wald ist nicht zu spaßen. Es ist egal, in welche Richtung ich gehe, Hauptsache, ich finde einen Unterschlupf. Ich laufe los, obwohl ich nicht weiß, wohin ich gehen soll. Meine Füße tragen mich fast lautlos durch das immer düsterer werdende Unterholz. Früher weckte der Wald noch fröhliche Erinnerungen in mir, jetzt habe ich einfach nur noch Angst.

Nasse Zweige schlagen mir ins Gesicht, meine Haare verfangen sich in den Ästen. Wurzeln und Pflanzen versperren mir den Weg, doch durch meine plötzlich aufkommende Panik lasse ich mich durch nichts aufhalten. Immer schneller und immer weiter laufe ich, als ich über eine Wurzel stolpere und das Gleichgewicht verliere. Kurz denke ich, ich müsste sterben, doch dann schlage ic