: Francesca Schmidt
: Raffaello-Torte mit Schuss: Kriminalroman. Der erste Fall für Henriette und Lukas
: Pandion Verlag
: 9783869115559
: Hunsrück-Krimis mit Henriette und Lukas
: 1
: CHF 9.70
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 200
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ein toter Bürgermeister im Hunsrücker Herbstwald, eine vergiftete Hellseherin– der junge Mainzer Kriminalinspektor Lukas Wagner muss seinen ersten Fall alleine lösen. Doch nicht nur der Mordfall entwickelt sich zur Herausforderung, sondern auch Lukas‘ Patentante und Hobby-Astrologin Henriette, die mit ihrem Dackel den Toten gefunden hat und die sich ständig einmischt.
Auch wenn Lukas‘ skurriler Chef Hartmut Rogler meint, so ein Fall im Hunsrück müsse doch schnell zu lösen sein, gestalten sich die Ermittlungen gar nicht so einfach: Wer hat den langjährigen Bürgermeister und erfolgreichen Geschäftsführer eines Sägewerks Peter Seiler auf dem Gewissen? Der ehemalige Förster und Umweltschützer Herbert Schulze, der sich mit Seiler im Dauerstreit befand? Oder Siegfried Hess, der Windkraftgegner, der verhindern wollte, dass der Bürgermeister in Wiebelbach Windräder aufstellen lässt?

 

Saturn wirbelt derzeit viele alte Gewohnheiten durcheinander, Ge­fahren drohen, aber auch neue Chancen. Stiere schmieden Pläne, neigen in dieser Woche aber auch zu Unfällen. Seien Sie also vorsichtig! Skorpione suchen das Abenteuer. Übertreiben Sie es nicht und gönnen Sie sich auch einmal eine kurze Pause. Auf Löwen warten neue berufliche Perspektiven, die aber nicht ohne Tücken sind.

 

Donnerstag, 25. Oktober: Tod im Herbstwald


 

Kopfschuss. Der Bürgermeister war tot, da gab es keinen Zweifel.

Neugierig bahnten sich Henriettes rentnerbeige Wander­schuhe ihren Weg durch das nasse Herbstlaub. Die Leiche vor ihr bot keinen schönen Anblick, im Hinterkopf des Dorf­vorstehers klaffte ein großes Loch, um das herum sich eine dunkelrote Blutlache gebildet hatte. Und er war nicht das einzige Opfer: Neben ihm lag Hektor, sein dunkelbrauner Jagd­hund. Auch er war offenbar durch einen Kopfschuss getötet worden. Henriette verscheuchte Herrn von Montaigne, ihren wütend kläffenden Rauhaardackel, der stolz seine aufgespürte Beute verteidigte. Zum ersten Mal in seinem Dackelleben fühlte er sich dem übermächtigen Hektor überlegen und wollte dies auskosten. Zur Sicherheit fühlte Henriette noch einmal den Puls des Dorfvorstehers, obwohl dies eigentlich nicht mehr nötig war. Die Leiche fühlte sich bereits kalt an. Lapidar murmelte sie: „Der ist tot, Montaigne, da ist nichts mehr zu machen.“

 

Resolut stemmte sich Henriette hoch, strich sich durch ihren flotten, grauen Kurzhaarschnitt und ließ ihren Blick über die Umgebung schweifen. Weit davon entfernt schockiert zu sein, schließlich