: Eckhard Polzer
: Aufzeichnungen II 1980 - 1993 Das andere Leben
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740723996
: 1
: CHF 9.70
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: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 400
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
In den achtziger Jahren des letzten Jahrhundert wurden eine Reihe von Weichen gestellt, deren Ergebnis die Menschheit noch heute beschäftigt und verunsichert. In den USA, in Europa, vor allem aber in China. In den USA kam Ronald Reagan an die Macht und gab seinem Land neues Selbstbewusstsein, das durch die Geiselnahme der US-Botschaftsangehörigen in Teheran empfindlich gelitten hatte. Europa brach das Sowjetimperium zusammen und der Westen bereitete sich auf die Osterweiterung vor. Dabei begab er sich auf den Pfad einer immer engeren politischen Vereinigung, eine Richtung, die England, dann 2015 nicht mehr bereit war mitzugehen. Vor allem aber nahm die Globalisierung ungeheuer an Fahrt auf, auch weil sich China unter Deng Xiao Ping dem Welthandel öffnete und in kurzer Zeit zu einem seiner wichtigsten Mitspieler wurde. In diesem weltpolitischen Umfeld gründete der Autor die US-Niederlassung eines deutschen Medizintechnik-Konzerns, dessen Führung er dann Anfang der neunziger Jahre übernahm. Für ihn begann eine Zeit der Bewährung, getrieben von der Angst zu scheitern.

Der Autor wohnt mit seiner amerikanischen Frau in München. Er hat jahrelang in den USA, Afrika und Asien gelebt. Nach einer Karriere als Manager und Gründer mehrerer Firmen begann er zu schreiben. Seit 2003 hat er mehrere Romane veröffentlicht - Die Weltverbesserer, Tod am Sambesi, Dunkle Wahrheiten, Das Kuvert, Suchende, Das Verhängnis, Grenzgänger. Die Aufzeichnungen sind ein Mehrbändiges Projekt über die Zeit der achtundsechziger Jahre bis in die Gegenwart.

1980


Das Jahr ist der Beginn einer Dekade, die die Welt verändert und mit dem Niedergang der Sowjetunion und dem Fall der Berliner Mauer endet.

In den USA wird ein wenig talentierter Filmschauspieler zum Präsidenten gewählt. Er wird Amerika in eine Richtung drängen, die sich Anfang der Jahrtausendwende als fatal herausstellt, als sich das neoliberale Gedankengut Milton Friedmanns als Holzweg erweist.

Am Ende der achtziger Jahre glaubten viele Menschen, das Zeitalter der Moderne, der Aufklärung, des Rationalismus sei an sein Ende gekommen. Das „Danach“ nur noch mit „Post“ beschreibbar wäre. Und als die großen Krisen am Beginn des nächsten Jahrtausends anstanden, erinnerten sich manche an die Weissagungen der Cree Indianer: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, dann werdet ihr sehen, dass man Geld nicht essen kann.“

Für uns beginnen die achtziger Jahre als Erlösung - Elena läuft eigenständig, die Gefahr eines Lebens im Rollstuhl ist gebannt. Es ist Susans Leistung, die das Kind nie aufgegeben hat.

Die Befreiungsaktion der Geiseln in Teheran durch eine Hubschrauber- Staffel der US-Marines endet im Fiasko.

Jean-Paul Sartre stirbt, ‚Die Wörter’ waren eines der Bücher, die dem Verfasser dieser Zeilen den Einstieg in die Literatur ermöglichten. Auch Tito, Hitchcock und John Lennon sterben in diesem Jahr.

Rhodesien wird zum unabhängigen Zimbabwe, es hindert die Rebellen um Mugabe nicht daran weiter voran zu marschieren.

Mount St. Helens explodiert und legt eine riesige Aschedecke auf Teile Idahos.

Die G 7 streiten sich über den Kurs der internationalen Politik, versuchen aber wenigstens das wirtschaftliche Wachstum vom Ölverbrauch zu entkoppeln.

Der Schah stirbt im Exil in Ägypten, in Danzig, Polen, streikt die Solidarnosz, und in der Türkei putscht das Militär. Saddam Hussein beginnt einen achtjährigen Krieg zwischen Irak und Iran.

Auf dem Münchner Oktoberfest wird ein Anschlag mit dreizehn Toten verübt. Die Wehrsporttrupp