: Sabrina Schmid
: Die Barrikadenbraut Ein Revolutionsroman
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991399797
: 1
: CHF 10.60
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: Erzählende Literatur
: German
Wien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ein einfaches Kindermädchen zettelt 1848 die Wiener Revolution an und radikalisiert sich mit ihrer verwitweten Dienstherrin Baronin Perin-Gradenstein gegen die absolutistische und gesellschaftliche Unterdrückung. Sie kämpfen Seite an Seite mit den Revolutionärinnen und Revolutionären für ein fortschrittliches Österreich, aber mit ihrem vermessenen Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben und einer ungebührlichen Liebe schaffen sich die beiden Frauen mächtige Feinde. Doch sie sind zu jedem Opfer bereit. Vollständig überarbeitete Neuausgabe des Titels 'Das Kreuz im Apfel' (neobooks 2017)

Sabrina Schmid stieß in ihrem letzten Studienjahr auf eine Studie über das Wiener Findelwesen im 19. Jahrhundert, die ihr die Idee für den Prolog von"Die Barrikadenbraut" lieferte. Die Autorin war im siebten Monat schwanger und hatte die letzte Prüfung auf der Uni hinter sich gebracht. 2017 veröffentlichte sie das Manuskript für einen Beta-Test. Aus der Verunsicherung wurde die Gewissheit, die Geschichte taugt zur Unterhaltung eines großen Publikums. Einige Zeit ließ sie sich vom Schreiben abhalten und vermisste irgendwann das Gefühl der Lebendigkeit. Deshalb feilte sie an ihren schriftstellerischen Fähigkeiten und überarbeitete die Geschichte über das einfache Kindermädchen, das wesentlichen Einfluss auf das Weltgeschehen genommen hat, vollständig.

2

September 1833, Wien

»Die Zustände in der Außenpflege sind vielerorts schauerlich! Davor können wir nicht die Augen verschließen!«

»Die Leitung verschließt keineswegs die Augen davor. Fällt eine Pflegepartei dem Visitator ins Auge, wird sie mit sofortigem Entzug des Pfleglings bestraft.«

»Beim aktuellen Fall überkommt einen mehr als ein Schaudern. Er zeigt erneut, dass die derzeitigen Kontrollen nicht ausreichen. Über Jahre hinweg hatte dieses Weib aus Ottakring Kinder aus dem Findelhaus in Pflege. Keiner wusste, welch unehrbarer und verwerflicher Machenschaften sie sich dazu bediente. Im Protokoll des Visitators heißt es und ich zitiere:Nachdem ich an ihrer verschlossenen Tür eine geraume Weile gewartet hatte, kam sie, angeblich aus der Apotheke zurück, und welcher Anblick bot sich mir in der bewussten Stube dar! Auf einem elenden, über zwei Tische gebreiteten Strohlager lagen drei Säuglinge,keiner noch zwei Monate alt, nebeneinander; zwei davon vom Durchfall besu