: Inka Loreen Minden
: Ein Duke auf Abwegen Historical Romance
: Inka Loreen Minden
: 9783963701924
: 1
: CHF 3.60
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 429
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Düstere Geheimnisse, rätselhafte Vergangenheiten und verbotene Liebe ...   Diana ist eine einfache Bürgerliche und Quinn der verstoßene Sohn eines Aristokraten. Im Grunde wären sie das perfekte Paar, wenn nicht Quinns Vergangenheit zwischen ihnen stehen würde. Doch auch Diana hat ein Geheimnis: Sie muss gegen ihn arbeiten, um zu überleben ...     London 1838: Diana Montague hat alles verloren und üble Gerüchte machen ihr das Leben zusätzlich zur Hölle. Deshalb versucht sie mit allen Mitteln, sich in einer von Männern dominierten Welt durchzuschlagen.   Als es zu einer Verwechslung kommt, ergreift sie die Chance, um sich mit Detektivarbeit ein Vermögen zu verdienen. Damit wäre sie all ihre Sorgen los. Nur ist sie leider alles andere als eine begnadete Ermittlerin. Schon bald schlittert sie in ein Abenteuer, das nicht nur ihr Gewissen, sondern auch ihr Herz auf die Probe stellt.     Liebe ist bei ihm nicht vorgesehen, doch sie schlägt manchmal seltsame Wege ein.     William Quintrell ist durch die Hölle gegangen, bis er es schließlich mit harter Arbeit und nicht immer ganz legalen Tätigkeiten zu Wohlstand schaffte. Von allen für tot gehalten, schockiert es ihn zutiefst, dass eine Frau seine wahre Identität kennt. Sein Vater, der kaltherzige Duke of Wiltshire, mit dem er nichts mehr zu tun haben möchte, hat sie engagiert, um bei ihm herumzuschnüffeln.   Halte deine Feinde nah bei dir, wenn du sie besiegen willst, lautet Quinns Credo, und er holt Diana als Angestellte in sein Haus, damit er sie besser unter Kontrolle hat. Bloß übersieht er in seiner Wut, dass er nicht nur die attraktive Spionin zu nah an sich heranlässt, sondern dass sie auch zwischen die Fronten gerät.     Historical Romance von Inka Loreen Minden! Amüsant, spannend und voll heißer Leidenschaft. In sich abgeschlossen und mit Happy End Garantie! 

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Adaire, Ariana Rossi, Bailey Minx, Lucy Palmer, Mo Davis (Mystery) und Monica Davis (Jugendbuch) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 90 Bücher, 26 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Die Autorin ist bekannt für Geschichten, die zu Herzen gehen, und erschafft authentische Figuren, die den Leser nicht mehr loslassen. Spannende oder rasante Handlungen, viel Humor und prickelnde Leidenschaft zeichnen ihre Storys aus, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt, zB polnisch, tschechisch, holländisch, spanisch. Auf Englisch sind erhältlich: Hearts of Stone, Nate - Beast Lovers, Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige, sie singt und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.

Kapitel 1 – Die Schnüfflerin


London, England

November 1838

 

Quinn riss die Augen auf und starrte in die Dunkelheit, als er ein Knarzen hörte. Auf der Rajula hätte ihn eine knarrende Diele nicht aus der Ruhe gebracht. Es war normal, dass das Holz auf einem Schiff arbeitete und es an Bord selbst bei absoluter Windstille niemals ganz ruhig war. Doch er befand sich nicht auf seiner Fregatte, sondern im Büro seiner Reederei … und er war nicht länger allein.

Er musste an seinem Schreibtisch eingenickt sein. Durch das Fenster drang kein Tageslicht mehr, und das Kaminfeuer, das ihm sonst den Rücken wärmte, war erloschen.

Ob Thomas etwas vergessen hatte? Quinn lernte den jungen Mann seit einer Weile an, damit er sich selbst in Zukunft besser um Lucy kümmern konnte. Mit seinen dreiunddreißig Jahren war Quinn schließlich nicht mehr der Jüngste, weshalb er endlich kürzertreten wollte. Er hatte in seinem Leben mehr als genug gearbeitet.

Als kein Licht aufflackerte, war Quinn plötzlich hellwach. Das war nicht Thomas. Der würde sich nicht im Dunkeln hereinschleichen.

Reglos blieb Quinn auf seinem Stuhl sitzen, während er langsam einen Arm nach hinten streckte, um nach dem Schürhaken zu greifen. Kaum umklammerten seine Finger das kühle Metall, vernahm er einen donnernden Laut, als wäre jemand gegen die Kiste gestoßen, die im Eingangsbereich stand, danach ein leises Fluchen.

Unwillkürlich musste er grinsen. Der Eindringling schien ein Amateur zu sein. Der hatte Glück, dass Quinn die Tür nicht verriegelt hatte. Sonst hätte er den ungebetenen Besucher eher bemerkt. Womöglich handelte es sich dabei um einen seiner Männer, der ihm einen Streich spielen wollte? Seine ehemalige Crew, mit der er viele Jahre lang gesegelt war, befand sich gerade in London, bevor es in ein paar Tagen mit der neuen Fracht unter der Führung von Captain Walsh, seinem ehemals Ersten Offizier, nach Amerika ging. Die »Jungs« waren stets zu Späßen aufgelegt. Quinn vertraute jedem einzelnen. Allerdings würde er sich nicht scheuen, jedem von ihnen, sollte er ihn hereinlegen wollen, einen ordentlichen Dämpfer zu verpassen. Es war ohnehin viel zu lange her, seit er sich das letzte Mal körperlich betätigt hatte, deshalb käme ihm ein kleiner Boxkampf gerade recht.

Er hielt die Luft an, als kaum zwei Meter entfernt ein Licht aufflackerte. Sein Besucher hatte eine kleine Laterne entzündet und hielt sie über den großen Tisch in der Mitte des Raumes, auf dem sich Frachtpapiere und weitere Dokumente stapelten, die er zuvor mit Thomas durchgegangen war.

Quinn senkte leicht den Kopf, so als würde er schlafen, und beobachtete den Einbrecher unter halb gesenkten Lidern. Der Unbekannte war nicht besonders groß und eher schlank, soweit Quinn das abschätzen konnte, also kein schwerer Gegner. Er trug eine einfache braune Hose, eine Jacke in derselben Farbe und ein Käppi. Die Kleidung sah sauber, aber abgetragen aus. Offenbar stammte der Mann aus einfacheren Verhältnissen.

Suchte er Geld?

Wer war er?

Wegen der Kopfbedeckung konnte Quinn dessen Gesicht nicht erkennen. Der Kerl ging leichtfüßig und fast schon anmutig um den Tisch herum, wobei er die Laterne dicht über die Papiere hielt. Derart elegant bewegte sich keiner seiner Leute.

Da die Lampe nur einen kleinen Lichtkegel verbreitete, befand sich Quinn weiterhin im Schatten und konnte seine Beobachtungen in Ruhe fortführen. Dem Einbrecher schienen die Frachtpapiere zu interessieren. Also könnte es sich um einen Spion handeln, den ein anderer Reeder angeheuert hatte. Quinns Geschäft lief gut, und das war natürlich ein Dorn im Auge der Konkurrenz. Vor einem Jahr hatte er seine Kapitänsmütze an den Haken gehängt und sich an Land selbstständig gemacht – Lucy zuliebe. Er war für sie alles, was sie hatte, und umgekehrt bedeutete sie ihm die Welt.

Seine Reederei war ihm fast genauso wichtig, denn sie sicherte sein Einkommen. Zwar hatte er durch seine früheren, nicht immer ganz legalen Deals ein Vermögen angehäuft, aber das würde auch nicht ewig reichen.

Jetzt war er ein anständiger Mann. Dennoch würde er jeden aus dem Weg räumen, der seine rechtschaffenen Geschäfte vereiteln wollte. Noch genoss er es allerdings zu sehr, dem etwas unbeholfenen Einbrecher zuzusehen.

Dessen zitternde Hände sahen viel zu sauber und gepflegt aus für einen gewöhnlichen Dieb von der Straße. Außerdem passte der feine Hüftschwung nicht zu einem Mann. Als Quinn endlich das Gesicht erblickte, wunderte er sich, wie makellos es im matten Lichtschein wirkte, wie aus Alabaster gemeißelt. Ausdrucksstarke Augen musterten mit wachsamen Blick seine Papiere. Hin und wieder kratzte sich der junge Mann mit dem Zeigefinger nervös an der Nase, die so gerade aussah, dass er sie sich garantiert noch nie gebrochen hatte. Mehrmals biss er sich auf die perfekt geschwungene Unterlippe.

Quinn entfuhr beinahe ein amüsiertes Schnauben, als ihn die Erkenntnis wie ein Blitz traf. Wer