Dunkle Wolkenbänke zogen sich über den kahlen Berggipfeln betörend zusammen. Die Sonne verbarg sich, als wollte das Tagesgestirn sich den Anblick der drohenden Schlacht ersparen.
Auf einem Hügel stand ein Druide. Er wirkte mit seinen langen weißen Haaren und dem auf die Brust wallenden Vollbart unendlich alt. Sein helles Gewand wurde von den heftigen Windböen gegen seinen mageren Körper gedrückt, während er seinen Zauberstab hob. In einer unverständlichen Sprache schrie er Sätze heraus, die wie Beschwörungen klangen. Trommeln dröhnten.
Und dann erschienen die jungen Kelten. Es waren Krieger. Keiner von ihnen war bekleidet. Ihre nackten Körper hatten sie über und über mit blauer Pflanzenfarbe bedeckt. Außerdem verzierten wilde Bemalungen ihre Arme und Brustkörper, Oberschenkel und Bäuche. Bewaffnet waren sie mit Schwertern und Speeren. Ihre langen Haare hatten sie zu Zöpfen geflochten, die unter den Helmen hervorschauten. Und ihre Blicke richteten sich auf den heiligen Mann.
Der Druide deutete mit seinem Zauberstab auf die Feinde, die in der Ebene warteten. Sie waren den Kelten zahlenmäßig überlegen, aber das schreckte die jungen Kämpfer nicht ab - im Gegenteil. Sie rissen ihre Münder zu einem furchterregenden Kriegsgeschrei auf. Die Kelten stürzten sich auf ihre Widersacher und ...
Maxine Roberts drückte auf die Stopp-Taste des DVD-Players.
„Hallo, geht's noch?", beschwerte sich Julia Bronson. „Gleich kommt die beste Szene in dem ganzen Streifen!"
Maxine seufzte. Manchmal konnte Julia sie echt nerven. Dabei war sie ihre beste Freundin, seit Maxine vor zwei Jahren in Wandsworth Hall auf die Schule gekommen war. Das altehrwürdige Mädcheninternat befa