5
Tränenreich fiel allerdings der Abschied von ihren Freundinnen auf der Insel aus. Mama hatte sämtliche Pflanzen und Vorräte verschenkt, schließlich wusste sie nicht, wann und ob sie je wiederkehren würde. Mit hundertfachen Segenswünschen bedacht, machten wir uns auf die Heimreise, um tags darauf mit der Behandlung im Krankenhaus zu beginnen.
Der Plan sah eine fünftägige stationäre Behandlung vor, in der die Chemiekeule vom Tropf drei Tage lang in ihren Körper floss. Nach einer zweiwöchigen Pause war dann die nächste Chemotherapie fällig. In der onkologischen Abteilung in Kirchstadt wurde sie liebevoll empfangen und herzlich betreut, sowohl die Klinik als auch das Personal waren überhaupt nicht mit dem alten Kasten und den unfreundlichen Schwestern i