EINS
»Isabell«, ruft Mama. Sie hat Frühstück gemacht und wartet nun darauf das Papa und ich runterkommen. Wir befinden uns beide im ersten Stock des geräumigen Einfamilienhauses, in dem wir zu dritt leben.
»Isabell«, ruft Mama erneut, diesmal lauter und gereizter, da ich nicht sofort auf ihren ersten Ruf reagiert habe.
»Ja, ich komme«, antworte ich und mache mich eilig auf den Weg ins Erdgeschoss. Dabei komme ich an Papas Büro vorbei, in dem mein Vater in Arbeit vertieft sitzt. Er wird heute wohl nicht mit uns frühstücken, was für ihn nicht ungewöhnlich ist. Der Parkettboden des Arbeitszimmers ist übersät mit Papierstapeln und ich frage mich, wie mein Vater dabei nur den Überblick behalten kann. Vorsichtig rollt er mit seinem Bürostuhl zur Seite, ohne da