: w. s. gruenbarth
: ordinär Selbstfindung 99 Teil III
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991399360
: 1
: CHF 5.20
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: Erzählende Literatur
: German
Der dritte Roman in der Reihe reduziert sich im Inhalt, in seiner Erzählung, auf das wahre Glück, das Leben an und für sich, das Leben selbst. Die neu angenommene Identität gewährt Sicherheit, gleichwohl die allumfassende große Wahrheit und deren Offenbarung immer gegenwärtig sind, werden diese noch verdrängt und weichen am Ende einer Hoffnung, einer neuen Zuversicht. Die Leserinnen und Leser erfahren Nähe zu einem einfachen Miteinander sowohl in der Familie als auch mit dieser in der Gesellschaft und die hieraus resultierenden Fragen, welche nur einseitig und demnach unbefriedigend beantwortet werden. Es zeigt Kleines groß auf, da das vermeintlich Große fehlt, jedoch eigentlich nur das Kleine hierfür Basis sein kann, sein muss. Dennoch finden sich hier alle ein und sind glücklich und zufrieden. Die Schaffung einer neuen Weltordnung ist bis zum Ende nicht gegenwärtig, eine Möglichkeit taucht aber unverhofft auf und lässt wieder hoffen, wenngleich Science-Fiction.

Ward 1968 in Salzburg geboren und wuchs neben vier Geschwister auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach Abschluss einer höheren Schule folgten berufliche Jahre im Ausland, bis das Lebensglück zur Heimkehr bewog. Hierdurch ward dem Streben kein Ende gesetzt, es strebt sich nur eben anders, mit einer Familie. Mag auch auf Grund dessen keine Blender und Verschwender, deren Anzahl immer weiter im Steigen begriffen ist und letztlich mitunter zum Schreiben animierten.

03 Mein Haus am See

Es ist mein Haus am See. Obwohl eigentlich ich mich an die Räumlichkeiten gewöhnt habe, angepasst habe, glaube ich ernsthaft, dass es ideal für mich ist, so, als ob es nach meinen Wünschen und Vorstellungen errichtet wurde. Mein Haus, habe dieses gefühlt für mich adaptiert, habe es bereits verinnerlicht, fällt mir schon gar nicht mehr auf. Doch ganz im Gegenteil, es verhält sich nicht ganz so, denn ich habe mich darauf eingelassen, auch weil es für mich einzige Zuflucht, Rettung und Ausweg ist und war. Es war da und ich habe es voller Zuversicht und Hoffnung in Beschlag genommen und es hat mich nicht ausgespien, es hat mich behalten, wie auch sonst, kann gar nicht böse sein, wenn ich es nicht zulasse. Kaum bin ich alleine, rede ich mit und über mein personifiziertes Haus und so, als ob mein Kleines nicht auch meine Gedanken lesen könnte, füge ich laut hinzu, dass dieser Zustand sicher wieder vergeht und mit Sicherheit dann, wenn es dann schreit und es mit lautem Leben füllt und lache kurz leise auf. Ich lege mich auf die Couch und sinniere weiter über mein neues Zuhause. Natürlich muss ich positiv gestimmt sein und darf nicht vorneweg alles schlecht reden, doch gewissen Abläufen habe ich mich definitiv angepasst und mich dahingehend arrangiert. So wie mit dem langen Weg in die Speisekammer, man läuft quer durchs ganze Haus, durch den Wo