: Marion Wüchner-Fuchs
: Lernorte Eine subjektorientierte Erschließung
: Lehmanns Media GmbH
: 9783965433946
: Schriftenreihe International Cultural-historical Human Sciences
: 1
: CHF 22.30
:
: Psychologie
: German
: 421
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem nachschulischen Lernen von erwachsenen Menschen mit einer sogenannten 'geistigen Behinderung'. Unter Einbezug subjekttheoretischer, tätigkeits- und raumbezogener Theorien wird das Lernen im Lebenszusammenhang analysiert. Als Datengrundlage dienen qualitative Interviews in Kombination mit einem Instrument der Lebenslagendiagnostik sowie Netzwerk- und Aktionsraumkarten. Dahinter steht die Frage, wo sich für diese Personen überhaupt Lernoptionen bieten, an welchen Lernorten sie sich im Alltag aufhalten, mit wem sie dort in Kontakt treten und wie sich dies auf ihre Teilhabeoptionen auswirkt. Dabei geht es immer auch um die gesellschaftlich vermittelte Handlungsfähigkeit von Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung, ihren Möglichkeiten zum widerständigen Handeln, Mitbestimmung und Selbstbestimmung ? also um zentrale Punkte der heutigen Debatte rund um Inklusion und Partizipation.
Zusammenfassung6
Abstract7
Abkürzungsverzeichnis12
Abbildungsverzeichnis13
Tabellenverzeichnis15
1 Einführung18
1.1 Ausgangslage18
1.2 Forschungsstand20
1.3 Forschungsfragen und methodisches Vorgehen33
1.4 Aufbau der Arbeit38
2 Theoretischer Bezugsrahmen40
2.1 Das Phänomen „geistige Behinderung“41
2.1.1 Medizinisch-psychiatrische Perspektive: Behinderung alsindividuelles Defizit43
2.1.2 Klassifikatorische Perspektive: Behinderungsmodelle derWHO45
2.1.3 Sozialrechtliche Perspektive: Das deutsche Recht46
2.1.4 Gesellschaftstheoretische Perspektive: GeistigeBehinderung als Konstruktion47
2.1.5 Menschenrechtliche Perspektive: DieBehindertenrechtskonvention49
2.1.6 Subjektbezogene Perspektive: Menschen mit geistigerBehinderung als kompetente Subjekte50
2.1.7 Materialistische Perspektive: Isolation von der Aneignungdes gesellschaftlichen Erbes51
2.1.8 Resümee: Die Perspektive auf „geistige Behinderung“ in dieser Studie56
2.2 Lernen61
2.2.1 Lernen – die klassischen Lerntheorien im Überblick61
2.2.1.1 Der Behaviorismus62
2.2.1.2 Der Kognitivismus63
2.2.1.3 Der Konstruktivismus64
2.2.1.4 Die Neurowissenschaften65
2.2.1.5 Kritik an den klassischen Lerntheorien66
2.2.2 Lernen aus subjekt- und tätigkeitszentrierter Perspektive69
2.2.2.1 Die Holzkamp?sche Grundlegung72
2.2.2.2 Die subjektwissenschaftlich-pragmatische Sicht Faulstichs81
2.2.2.3 Das Konzept der Lerntätigkeit nach Lompscher85
2.2.2.4 Der Mensch mit geistiger Behinderung als gesamtgesellschaftlichvermitteltes und tätiges Subjekt89
2.2.3 Lernen – formell und informell, formal und nonformal92
2.2.4 Lebenslanges Lernen im Kontext von Menschen mit geistiger Behinderung97
2.2.5 Entwicklung eines Lernbegriffs für diese Studie100
2.3 Ort und Raum105
2.3.1 (Lern-)Orte106
2.3.2 (Lern-)Räume109
2.3.3 Alltägliche Lebensführung und Aktionsraum111
2.3.4 Entwicklung eines Lernortbegriffs für diese Studie114
2.4 Inklusion119
2.4.1 Inklusion und Partizipation/Teilhabe120
2.4.2 Inklusion im historischen Kontext121
2.4.3 Inklusion – Heterogenität und Begriffsvielfalt122
2.4.4 Inklusion aus systemtheoretischer Perspektive123
2.4.5 Inklusion und Exklusion