Seit der Veröffentlichung des Berichtes „Die Grenzen des Wachstums“ im Jahr 1972 des Club of Rome müssten wir alle wissen, dass wir bewusster mit unserer Erde und ihren Ressourcen umgehen müssen. In den letzten Jahren zeigen uns die Unwetter, die schmelzenden Gletscher, die trockenen Sommer in Mitteleuropa, dass sich unser Klima wandelt. Bereits seit 1961 berechnet das Global Footprint Network mit dem „Earth Overshoot Day“, den Tag im Jahr, ab dem alle Menschen3 auf der Erde mehr Ressourcen verbraucht haben, als für ein ganzes Jahr reichen sollte. Noch nie fiel dieser Tag auf so ein frühes Datum wie im Jahr 2022: der 28. Juli. Es wurde schon viel geändert, aber die bisherigen Schritte reichen bei Weitem noch nicht aus.
All dies zeigt auf, dass alle Organisationen und nicht nur die Unternehmen, welche ihre gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen müssen4. Dabei unterliegt die gesellschaftliche Verantwortung großen Veränderungen. In früheren Jahrhunderten musste das Überleben durch Nahrungsmittelversorgung, sichere Unterbringung, Hygiene etc. sichergestellt werden. Mit der Industrialisierung kamen viele soziale Maßnahmen wie Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung hinzu. In den letzten Dekaden sind weitere Themen wie die Menschenrechte, Umweltaspekte, Konsumentenschutz und Bekämpfung von Betrug und Korruption von gesellschaftlichen Gruppen und der Politik adressiert worden.
In den letzten Jahren gab es neue und stärkere Einflüsse auf die globale Entwicklung, beispielhaft sollen genannt sein: Globalisierung mit weltweiter Arbeitsteilung, weiteres Bevölkerungswachstum, Hungersnöte, Finanzkrise, Corona-Pandemie, Verteilungskämpfe um Wasserressourcen und Rohstoffe etc. Auf der anderen Seite wächst die Welt durch die erhöhte, weltweite Mobilität und neue, digitale Kommunikationswege zusammen. Es wird eine nie da gewesene Menge an Daten mit großer Geschwindigkeit ausge tauscht und es werden unglaublich viele Adressaten in kürzester Zeit erreicht.
Diese massiven Veränderungen und Krisen zeigen uns, dass alle gesellschaftlichen Gruppen und Akteure ihre Verantwortung wahrnehmen müssen. Weiterhin werden heute alle Organisationen viel stärker von Konsumenten, Kunden, Spendern, Investoren und Eigentümern beeinflusst. Wie gehen wir, wie gehen die Organisationen mit dieser gesellschaftlich notwendigen Verantwortung um?
In meinem Studium der Ökonomie während der zweiten Hälfte der 80’er Jahre habe ich gelernt, dass das wichtigste Unternehmensziel die Erhaltung des Unternehmens und deren Weiterentwicklung als Basis für die Zukunft ist und dafür als U