Klaus und Gertrud
Es ist Februar, 4 Uhr morgens und noch finstere Nacht. Eine einzelne Karbidlampe sendet ein blasses Licht in die Dunkelheit. Ein paar Schneeflocken fallen torkelnd durch den Schein. Der Lokschuppen und die Werkstätten bilden einen großen, dunklen Komplex, der sich kaum vom schwarzen Himmel abhebt. Es weht ein kalter Wind, der auf den Wangen brennt und die Wärme erbarmungslos aus dem Körper zieht.
Die schwarze Dampflokomotive ist kaum zu erkennen, leise zischt es aus einer undichten Stopfbuchse, roter Schein dringt aus der nicht ganz geschlossenen Feuerbüchse.
Der Heizer steht mit einer kleinen Kassette vor der Esse in der Werkstatt und füllt mit einer Zange glühende Kohlen hinein. Er ist groß und kräftig, die kurzgeschnittenen blonden Haare werden von einer schwarzen Kappe verdeckt. Er füllt eine zweite, dann bringt er die beiden Behälter zu den Personenwagen, die an die Lok angekoppelt sind. Er schiebt sie in die dafür vorgesehen Öffnungen unten i