Die Sonne scheint von einem tiefblauen, wolkenlosen Himmel herab. Ihre Hitze lässt die dunklen Terrassenfliesen glühen, sodass man nicht mehr barfuß darüber laufen kann, ohne sich die Fußsohlen zu verbrennen. Ein leichter Wind streicht über meine nackte Haut und bringt Düfte von Blumen und den Geruch des Meeres mit sich. Es ist so sehr Sommer, dass die Wärme und das Licht in jede Zelle meines Körpers zu dringen scheinen, um dort hormonelle Jubelstürme auszulösen, die mich fast über meine miese Laune hinwegtäuschen könnten. Ich liege entspannt am Pool, nur mit einem Bikini bekleidet, aber selbstverständlich unter einem großen Sonnenschirm und dick mit Sonnencreme eingeschmiert. Mit meinen weißblonden Haaren, der blassen Haut und den Sommersprossen kann ich leider keine direkte Sonneneinstrahlung riskieren, da ich sonst sofort verglühe wie ein Meteorit beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Meine Freundin Lina sagt gerne, dass sie für mein Aussehen töten würde, denn sie findet, dass meine Haare beim richtigen Lichteinfall leuchten wie flüssiges Silber. Ich denke, sie übertreibt maßlos, weil sie einfach ein netter Mensch ist und mir ein gutes Gefühl geben will, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass sie tatsächlich gern mit mir tauschen würde. Also, meine superempfindliche helle Haut kann sie gerne geschenkt haben, denn mein S