: Duanna Mund
: Panoptes 2 Spur
: Books on Demand
: 9783756852673
: 1
: CHF 7.40
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 268
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Am Beginn des zweiten Bandes der Panoptes-Trilogie sehen sich Natan und Dorothea mit einem Gewaltverbrechen konfrontiert. Karin, die Geliebte und Freundin der beiden, wurde aus dem Fenster ihrer Wohnung gestoßen. Die polizeilichen Ermittlungen konzentrieren sich auf das persönliche Umfeld des Opfers. Besonders Dorothea erscheint verdächtig, da sie sich seit dem Unglück in Schweigen hüllt. Bald beginnt auch Natan an der Unschuld der Künstlerin zu zweifeln, wenngleich er selbst aufgrund einer Erinnerungslücke eine persönliche Beteiligung an dem Verbrechen nicht ausschließen kann. Indessen versucht Dorothea, Panoptes in Schach zu halten. Sie ahnt, dass das Auge mehr über Karins gewaltsames Ende weiß als sie selbst und alle anderen.

Duanna Mund / Birgit Winkler: geboren in Graz / Musikerin und Pädagogin (Ausbildung an der Kunstuniversität und Karl-Franzens-Universität in Graz; Schwerpunkt: Gesang, Klavier, Geografie / Wirtschaftskunde / Klimatologie), Reisefotografin; Leitung der vierteljährlich stattfindenden offenen Lesebühne"Grazer Keppelbühne" , Mitglied des Grazer Literaturclubs Mitglied der Steirischen Autoren (Vorsitzführug von 2020 bis 2022) Mitglied von BUCH13, des Turmbunds / Innsbruck und der IG Autoren. literarisches Werk: Reiseerzählungen, Romane, Märchen, Essays, Kurzprosa, Jugendliteratur, Lyrik. website: www.birgitwinkler.at

3.1


Der Morgen brach auf wie eine Wunde. Unfähig, sich zu bewegen, versuchte Lukas die Augen zu öffnen. Im selben Moment rüttelte jemand an seiner Schulter. „Wach auf, Schlafmütze!“

Ein Stalaktit aus Schmerz fuhr in sein linkes Schlüsselbein und bohrte sich über die Rippen hinunter ins rechte Knie. Er fuhr hoch und riss erschrocken die Augen auf. Wo war er? Merlin! Was machte er bei Merlin? Der Freund ließ seine Schulter los und schaute ihn mitleidig an. Lukas musste schrecklich aussehen! Als er seine geschwollenen Lippen betastete, erinnerte er sich schlagartig: Roxanas Onkel, dieser Psycho, dieser Dreckskerl! Lukas’ Kopf summte aggressiv wie ein zertrümmerter Bienenstock. Undeutlich vernahm er Merlins gedämpfte Stimme: „Na, endlich bist du wach!“

Mit zusammengebissenen Zähnen griff Lukas unter sein eigentümlich lebloses linkes Bein und h