Der Morgen brach auf wie eine Wunde. Unfähig, sich zu bewegen, versuchte Lukas die Augen zu öffnen. Im selben Moment rüttelte jemand an seiner Schulter. „Wach auf, Schlafmütze!“
Ein Stalaktit aus Schmerz fuhr in sein linkes Schlüsselbein und bohrte sich über die Rippen hinunter ins rechte Knie. Er fuhr hoch und riss erschrocken die Augen auf. Wo war er? Merlin! Was machte er bei Merlin? Der Freund ließ seine Schulter los und schaute ihn mitleidig an. Lukas musste schrecklich aussehen! Als er seine geschwollenen Lippen betastete, erinnerte er sich schlagartig: Roxanas Onkel, dieser Psycho, dieser Dreckskerl! Lukas’ Kopf summte aggressiv wie ein zertrümmerter Bienenstock. Undeutlich vernahm er Merlins gedämpfte Stimme: „Na, endlich bist du wach!“
Mit zusammengebissenen Zähnen griff Lukas unter sein eigentümlich lebloses linkes Bein und h