: Stephan Schmidt
: Über den Dächern von Ecuador Eine Reise über die Anden bis zum Galapagos-Archipel
: Books on Demand
: 9783756877720
: 1
: CHF 8.70
:
: Südamerika
: German
: 348
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Autor, der bereits etliche Reisen auf mehreren Kontinenten begangen hat, möchte mit diesem Buch bei allen Reiselustigen und Weltenbummlern die Neugierde auf ein wunderschönes und interessantes Land wecken. Insofern ist dieses Buch nicht als Reiseführer zu verstehen. Es erzählt vielmehr die Geschichte einer Reise durch ein abwechslungsreiches und aufregendes Land. Aufgrund der Route durch Ecuador, die als roter Faden durch das Buch leitet, beschreibt es lustige Geschichten und Anekdoten, gespickt mit zahlreichen außergewöhnlichen Informationen, Mythen und Legenden, die nicht jedem bekannt sein dürften. Der Autor berichtet auf amüsante und informative Weise über die Vorbereitungen und den Ablauf der Reise durch Ecuador und den Galapagos-Inseln. Mit einer kleinen und ziemlich heterogenen Gruppe begann er die Reise in Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Von hier aus reisten sie in die Nebelwälder im Nordwesten, um weiter über Otavalo und der Lagune von Cuicocha zurück nach Quito zu gelangen. Über die Straße der Vulkane ging es in Richtung Süden nach Baños, dem Tor zum Oriente, weiter nach Cuenca, bis sie am Ende des ersten Teils der Reise, in Guayaquil das Flugzeug zu den Galapagos-Inseln bestiegen. Dort setzen sie mit einer fünftägigen Kreuzfahrt auf der La Pinta, die durch den Norden des Archipels führte, ihre Reise fort.

Geboren 1959 in Lüdenscheid im schönen Sauerland. Nach Abitur und Studium und einem turbulenten Berufsleben in Industrie und Logistik widmet sich der Autor jetzt der Dokumentation und Berichterstattung seiner abwechslungsreichen Reisen durch Afrika und Süd-/ Mittelamerika. Bei jeder Reise wurde der Wunsch, noch mehr von der Welt zu erleben, größer. Die zahlreichen Filme, die er bei seinen Reisen gedreht hat, lassen das Erlebte bis heute sehr lebendig erscheinen.

Das Abenteuer beginnt


Mit frisch gepackten Hartschalenkoffern stehen Brigitte und ich vor unserem Haus und warten auf das Taxi, das uns um 04.30 Uhr zum Flughafen abholen soll. Voller Vorfreude auf den Urlaub in Ecuador und voller Hoffnung, dass das Taxi auch pünktlich erscheint, warten wir auf die Dinge, die uns in nächster Zeit erwarten werden. Es ist noch dunkel an diesem Morgen, so bemerken wir erst recht spät, dass sich ein Taxi in unsere Richtung nähert. Tatsächlich hält es vor uns an und ein freundlicher Taxi-Fahrer steigt aus, um uns, in einer um diese Uhrzeit eher erstaunlichen Frische, zu begrüßen. Mit dieser Dynamik können Brigitte und ich noch nicht mithalten. Die Nacht war schließlich kurz. Schnell sind die beiden Hartschalenkoffer und die beiden Rucksäcke im Kofferraum des Taxis verstaut und die Fahrt beginnt in Richtung Flughafen Berlin-Tegel.

Diesmal befindet sich jede Menge Foto- und Filmequipment in den Rücksäcken, da ich plane, auf den Galapagos-Inseln unter Wasser zu filmen. Dazu hatte ich mir extra eine GoPro Hero 4 mit wasserdichtem Gehäuse gekauft. Die Beschreibung verspricht Aufnahmen bis zu einer Tiefe von 10 Metern. Das reicht für eine Schnorchel-Tour. Weiterhin liegen eine Foto- und eine Videokamera gut verstaut am Boden des Rucksacks. Damit stelle ich sicher, dass wir mit vielen Erinnerungen und Aufnahmen nach Hause zurückkommen.

Angekommen am Flughafen, folgt das Check-in, d. h. die Ausgabe der Bordkarten sowohl für den Flug nach Madrid als auch für den Weiterflug nach Quito. Bewaffnet mit den beiden Rucksäcken lassen wir den Sicherheits-Check über uns ergehen. Bisher verläuft noch alles sehr relaxt und routiniert. Dann kommt ein Security-Mitarbeiter auf die Idee, mich aus der Schlange herauszuwinken, um sich meinen Rucksack näher anzuschauen. Ich bin anscheinend der Quoten-Mensch, der jetzt mal wieder dran ist. Ohne genau zu wissen, warum ich aus der Schlange herausgepickt wurde, folge ich dem Beamten zu einem speziellen Arbeitsplatz, an dem ein PC und anderes elektronisches Equipment aufgebaut ist. Immer noch weiß ich nicht, was jetzt passieren würde, sodass ich dem Beamten höflich die Frage stelle, was denn los sei. Leider bekomme ich keine Antwort. Der Sicherheitsbeamte gleicht einem wortkargen Gorilla, der sich nicht in die Karten schauen lässt. Angekommen an dem Kontrollplatz, kramt der Beamte einen Kontrollstreifen hervor und streicht damit über mehrere Stellen der Rucksackoberfläche. Dieses Szenario wiederholt