5. Kapitel
Nachdem sich Kati und Becky mit ein paar Schlucken Tee erfrischt hatten, begann die ältere Dame mit ihrer Geschichte.
„Es fing alles an in dem kleinen Dorf, in dem ich wohnte. Das Haus meiner Eltern stand ganz am Rand, und der Wald wuchs zu uns in den Garten hinein, während Tim am anderen Ende des Dorfes wohnte, in einem kleinen hellen Neubau. Ich war gerade acht Jahre alt und brachte einen Brief für meinen Vater zum Briefkasten, als der etwas ältere Junge plötzlich vor mir stand und mich ansprach. Ich hatte ihn in dieser Gegend noch nie gesehen und entdeckte sein Fahrrad, das am Gartenzaun lehnte.
„Ich habe dich schon oft beobachtet“, sagte er zu mir. „Möchtest du meine Freundin sein?“
Ich hatte zwar schon oft von Prinzen geträumt und konnte mir gut vorstellen, dass eines Tages eine Pferdekutsche vor dem Haus meiner Eltern hielt und ein junger Mann mit einer goldenen Krone ausstieg, um mich zu holen. Aber dieser nette Junge mit dem braunen Haar, der etwa einen Kopf größer war als ich, sah nicht so glänzend aus wie ein Prinz meiner Mädchen-Träume. Schon damals schien ich einen extravaganten Geschmack zu haben, denn dieser hübsche Junge mit seiner freundlichen Art fiel bei mir sofort als Traum