: Gudrun Leyendecker
: Blütenstaub und Wolkenträume
: Books on Demand
: 9783756876884
: 1
: CHF 6.60
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 364
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Journalistin Becky Smith erhält von ihrer Chefin den Auftrag, Menschen ausfindig zu machen, die gern Liebesgedichte schreiben und soll sich gleichzeitig über die Lebensgeschichten dieser Poeten informieren. Ihre Kollegin Claire ist ihre Konkurrentin, denn wer die besten Gedichte und interessantesten Geschichten ausfindig macht, erhält den Posten der stellvertretenden Direktorin. Becky befürchtet, dass Claire mit unfairen Mitteln kämpft und findet bei ihren Recherchen eine heiße Spur.

Gudrun Leyendecker ist seit 1995 Buchautorin. Sie wurde 1948 in Bonn geboren. Siehe Wikipedia. Sie veröffentlichte bisher über 65 Bücher, unter anderem Sachbücher, Kriminalromane, Liebesromane, und Satire. Leyendecker schreibt auch als Ghostwriterin für namhafte Regisseure. Sie ist Mitglied in schriftstellerischen Verbänden und in einem italienischen Kulturverein. Erfahrungen für ihre Tätigkeit sammelte sie auch in ihrer Jahrzehnte langen Tätigkeit als Lebensberaterin.

5. Kapitel

Nachdem sich Kati und Becky mit ein paar Schlucken Tee erfrischt hatten, begann die ältere Dame mit ihrer Geschichte.

„Es fing alles an in dem kleinen Dorf, in dem ich wohnte. Das Haus meiner Eltern stand ganz am Rand, und der Wald wuchs zu uns in den Garten hinein, während Tim am anderen Ende des Dorfes wohnte, in einem kleinen hellen Neubau. Ich war gerade acht Jahre alt und brachte einen Brief für meinen Vater zum Briefkasten, als der etwas ältere Junge plötzlich vor mir stand und mich ansprach. Ich hatte ihn in dieser Gegend noch nie gesehen und entdeckte sein Fahrrad, das am Gartenzaun lehnte.

„Ich habe dich schon oft beobachtet“, sagte er zu mir. „Möchtest du meine Freundin sein?“

Ich hatte zwar schon oft von Prinzen geträumt und konnte mir gut vorstellen, dass eines Tages eine Pferdekutsche vor dem Haus meiner Eltern hielt und ein junger Mann mit einer goldenen Krone ausstieg, um mich zu holen. Aber dieser nette Junge mit dem braunen Haar, der etwa einen Kopf größer war als ich, sah nicht so glänzend aus wie ein Prinz meiner Mädchen-Träume. Schon damals schien ich einen extravaganten Geschmack zu haben, denn dieser hübsche Junge mit seiner freundlichen Art fiel bei mir sofort als Traum