: Marlen Anna Johanna Eichbaum
: Das Märchen von Schrickelschnecken und Schnarchelschlangen
: Books on Demand
: 9783756806539
: 1
: CHF 17.60
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 416
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wie schon seit Jahrtausenden ist es wieder einmal so weit: Das Böse bedroht die Welt und versucht, die Herrschaft zu übernehmen. Die dämonischen Magier verbreiten Furcht, Entsetzen und Schrecken. Sie verbünden sich mit den satanischen Geistern der Burg Zackenfels und niederträchtigen Verbrechern. Aber sie haben noch nicht gewonnen. Dagegen stehen Hannes und Marlen Eichbaum mit ihren 4 Enkelkindern und deren Verbündete. Die Familie wohnt auf der Anhöhe Nr. 1. Von dort aus kann man in das kleine Tal und auf die nahe Kleinstadt blicken. Sie sind sehr stolz auf ihre Sippe, die gegenwärtig aus ihnen als Großeltern, ihren beiden Kindern und ihren vier Enkeln besteht. Sie sind eine überaus glückliche Familie, denn sie haben einfach alles, was man sich nur wünschen kann: Liebe, Gemeinsamkeit, Geborgenheit, Verständnis füreinander, Klugheit, das Miteinander-Reden, das Miteinander-Lachen, das Miteinander-Leben. Aber besonders stolz sind sie auf das Geheimnis ihres Geschlechts: Sie alle sind Hexer und Hexen mit jeweils mehr oder weniger Begabung, und alle haben einen klitzekleinen Leberfleck oberhalb der Lippe. Sie sind die Hauptpersonen dieses Buches. Sie können zaubern, bannen, beschwören, sind mutig und integer. Auf diese Weise schaffen sie es nach zähem Ringen und vielen blauen Flecken, das Böse zu besiegen. Zum Schluss bringen sie es fertig, die bösen Zauberer auf den Jupiter zu verbannen. Wer glaubt, die Einschläge auf dem Jupiter waren Meteoriten, liegt falsch. Es sind die verbannten teuflischen Zauberer und niederträchtigen Hexer. Das Buch ist für Kinder und Jugendliche gedacht und eigentlich gewaltfrei, auch wenn es manchmal furchteinflößend und beängstigend zugeht. Die Familie steht im Vordergrund, sie halten zusammen und kämpfen gemeinsam. Es gibt feinsinnige, spannende, romantische und witzige Passagen. Auch Erwachsene dürfen sich von dem Buch angesprochen fühlen. Das Buch ist in 12 Kapitel aufgeteilt, die jeweils einem Monat entsprechen, es spielt also von Januar bis Dezember und hat 412 Seiten.

Mein Name ist Marlen Anna Johanna Eichbaum, geboren 1951, glücklich verheiratet. Ich war Lehrerin, habe 2 Kinder und 4 Enkelkinder. Dies Buch habe ich für meine Enkelkinder geschrieben.

Burg Zackenfels - im November des Jahres 2021


Von weitem leuchtete die Burg im Licht der untergehenden Sonne und schwarze Vögel – oder waren es Fledermäuse? - flogen wie Schattenrisse um ihre Türme, die wie wilde Zacken aussahen.

Wir, meine Schwester und ich, hüpften vor Aufregung auf dem Rücksitz unseres Autos auf und ab. „Kinder, nicht so wild", lachte unsere Mutter und versuchte ein böses Gesicht zu machen. Aber ich wusste ganz genau, dass sie heute garantiert nicht böse werden würde. Wir waren nämlich alle aufgeregt, Papa, Mama, Lisa, genannt Fips, und ich. Ach so, ich heiße übrigens Jenny, Jenny von Zackenfels und bin 12 Jahre alt.

Wir alle freuten uns auf unser neues Zuhause, es war wirklich und wahrhaftig eine richtige, große Burg, fast schon ein Schloss. Normalerweise sah sie grau und schwer aus und nicht leuchtend rosaorange, so wie heute Abend. Aber das kam ja nur von der Sonne, die sie mit ihren letzten Strahlen beschien. Sie war aus hellgrauen Granitsteinen gebaut und ur-ur-ur-uralt, über tausend Jahre, wirklich. Früher hatte die Burg schon mal Mama und Papa gehört. Na ja, natürlich nicht eigentlich Mama und Papa, sondern ihren Vorfahren, also meinen Ur-ur-ur-ur und noch viel mehr ur, Urgroßeltern. Aber das erzähle ich später noch mal genau. Also, heute zogen wir in die Burg endgültig ein.

„Hoffentlich spukt es dort auch!", krähte Fips neben mir. „Na, das solltest du dir lieber nicht wünschen", meinte Papa. „Es gibt Legenden, dass dort mehrere Gespenster umgehen, weil einige unserer Vorfahren nämlich ermordet wurden." „Aber Hans, nun hör schon mit den Gräuelmärchen auf", lachte Mama. „Sonst kriegen unsere Mädchen noch Angst."

„Wir doch nicht!", riefen Fips und ich wie aus einem Munde, und Fips klatschte vor Begeisterung in die Hände. Ihre Wangen wurden vor lauter Aufregung noch roter: „Unsere Geisterburg, unsere Geisterburg!", schrie sie. In diesem Augenblick machte unser Auto einen ganz merkwürdigen, holprigen Riesensatz nach rechts. Mama schrie vor Schreck ein bisschen auf und Papa sagte: „Was war das denn? Müssen wohl Schlaglöcher in der Straße sein."

„Also, uns kann nichts und niemand mehr von hier vertreiben, keine Schlaglöcher, keine Gespenster, einfach nichts", meinte Mama. „Richtig, Schatz, ganz sicher nicht", stimmte Papa ihr zu und strich ihr zärtlich über den Kopf. Fips und ich guckten uns an und glucksten vor Vergnügen.

Papa und Mama redeten schon seit Wochen davon, dass die Familie nun endlich wieder mit ihren Vorfahren vereint sei. Na ja...... von mir aus. Aber ich finde es schon toll, dass in der Burg so viele Bilder unserer Vorfahren hängen und