: Anna Hellmich
: Der Steinkönig Der Steinkönig Band 1
: Books on Demand
: 9783756849802
: Der Steinkönig
: 2
: CHF 8.80
:
: Fantasy
: German
: 500
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Wesen aus alter Vorzeit erwacht: Der Steinkönig. Eine junge Frau gerät zwischen die Fronten, entdeckt ihre magischen Gaben und nicht zuletzt die Liebe. Rosa, 17 Jahre alt, lebt als Stallmagd am Hof des Fürsten Milan von Nortia. Nachdem sie miterleben musste, wie der finstere Sanas zwei ihrer Freunde in einem nächtlichen Ritual ermordete, flüchtet sie vom Hof. Der zweite Zeuge des Geschehens, der junge Hofzauberer Hanc von Temeryn, wird ihr Reisegefährte, Lehrer und Freund. Doch auch er scheint etwas vor ihr zu verbergen. Welchen ihrer Verbündeten kann Rosa vertrauen? Wird es ihr gelingen, den Steinkönig als erste zu erreichen und seine Magie dem Zugriff der Machtgierigen zu entziehen? Eine magische High-Fantasy-Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Mut, sich einem übermächtigen Bösen entgegenzustellen.

Anna Hellmich, Fantasy-Autorin und Krankenhausseelsorgerin, erzählte schon als Kind sehr gerne spontan entstehende Geschichten. Ob Hogwarts oder Mittelerde, Anna Hellmich sieht hier keine Grenzen und fühlt sich in jeglicher Fantasy-Welt zu Hause. Hauptsache, da ist"Orm", um mit Walter Moers zu sprechen: die Magie des Erzählens. Als evangelische Pfarrerin hat Anna Hellmich ihre eigene Perspektive auf das Leben. Der Syrienkonflikt und seine Auswirkungen 2015/16 haben bei Hellmich einen bleibenden Eindruck hinterlassen."Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" sind keine Worthülsen für sie, sondern eine ständige Sehnsucht, an der sie trotz der aktuellen Entwicklungen festhält.

Prolog: Flucht aus Windar


Die Stadt war grau und leer. Nicht leer von Menschen, sondern von Leben – als ob ihr das Blut aus den Adern gesogen und durch Blei ersetzt worden war.

So empfand es der Junge, der hinter einem Stapel Kisten mit Frachtgut kauerte und den Körper an die Hinterwand des Verschlags presste, in dem die Ware untergestellt worden war. Angewidert wich er von dem Fischgeruch zurück, der von den Kisten ausging, und zuckte zusammen, als sich in seinem Rücken Holzspäne durch die Jacke bohrten. Wachsam lauschte er auf die Schreie seiner Verfolger, die den Hafen nach ihm absuchten.

Doch noch mehr als sie fürchtete er die Lautlosigkeit, die sich trotz ihrer Rufe um ihn ballte. Es war fast so, als hätten sie ihn schon gefangen und ihm einen Sack um den Kopf gebunden, ihn ins hinterste Verlies gestoßen und dort zurückgelassen, blind, taub und verzweifelt.

Der Junge ahnte: Dieses Gefühl würde ihn begleiten, wohin auch immer er floh und wie auch immer seine Geschichte weiterging.

Sein linker Arm, getroffen von einer mit Dornen besetzten Keule, pochte und schwoll immer mehr an. Er wusste, dass seine Chancen schlecht standen, wenn die Wunden sich entzündeten.

Aber er achtete kaum darauf.

Sie waren mitten in der Nacht gekommen, hatten an das Hoftor geklopft, bis es unter ihren Schlägen dröhnte. Die Nachbarn mussten sofort Bescheid gewusst haben. Keiner kam heraus, alle erstarrt vor Angst. Wen auch immer die Söldnertruppen vom Rat d